15.04.2014

axanta AG, Oldenburg

Mittelständler unterschätzen die Komplexität bei Unternehmensnachfolgen

Der Oldenburger Unternehmensvermittler axanta AG sowie das Wachstumsmagazin „Markt und Mittelstand“, ein Titel aus der F.A.Z.-Verlagsgruppe, haben im April 2014 die Ergebnisse einer gemeinsam durchgeführten Studie zur Nachfolgeproblematik kleiner und mittelgroßer Unternehmen vorgelegt. Danach wird die Planung der Unternehmensnachfolge von den mittelständischen Unternehmen zu kurzfristig begonnen, der zeitliche Umfang für den Verkaufsprozess unterschätzt und der Verkaufspreis in vielen Fällen aus dem Bauch heraus ermittelt. Im Rahmen der Studie wurden über 2.500 mittelständische Unternehmer in Deutschland ohne familieninterne Nachfolgemöglichkeit angeschrieben.


Der Planungshorizont für den Beginn des Verkaufsprozesses wird oftmals viel zu kurz gefasst. 60,9 % der Befragten wollen innerhalb von 12 Monaten mit dem Verkauf beginnen. Nur 6,4 % machen sich bereits heute über die Nachfolgesuche in fünf Jahren Gedanken. 36,4 % der befragten Unternehmen planen für den eigentlichen Verkaufsprozess nur drei bis sechs Monate ein. 82,9 % der Unternehmer gehen von einem Verkauf innerhalb von einem Jahr aus.


„Die meisten mittelständischen Unternehmer beginnen deutlich zu kurzfristig mit ihren Planungen für die Übergabe des eigenen Lebenswerkes. Auch die Erwartungen wie schnell der Verkauf realisiert werden kann, sind erheblich zu optimistisch. Viele unterschätzen den zeitlichen Aufwand zur Zusammenstellung aussagekräftiger Zahlen, die Dauer der Vertragsverhandlungen und gehen von unrealistisch schnellen Prüfungszeiten, Genehmigungsabläufen und Finanzierungszusagen für die Käufer aus“,

kommentiert Udo Goetz, Vorstand der axanta AG, die Studienergebnisse.


Zu den zeitlichen Verzögerungen im Verkaufsprozess kann auch der wichtige

Aufbau eines nicht nur fachlich, sondern auch kaufmännisch vollwertigen

Vertreters bzw. einer Vertreterin führen. Von den befragten Unternehmern

haben nur etwas über 24,5 % eine vollwertige zweite Führungsebene. „Vor dem Hintergrund, dass die Mehrheit der Unternehmer bereits in 12 Monaten

mit dem Verkauf starten will, erscheint der Aufbau der von vielen Kaufinteressenten

geforderten zweiten Führungsebene kaum möglich“, sagt Dr. Tobias Anslinger,

Projektleiter der Studie und Redakteur von „Markt und Mittelstand“.


axanta AG, Oldenburg