09.04.2014

Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, Frankfurt am Main

Mexiko braucht Werkzeugmaschinen

León und Mexiko City waren die beiden Veranstaltungsorte für die VDW-Technologiesymposien 2014 im Wachstumsmarkt Mexiko. Vom 26. März bis 1. April präsentierten an jeweils zwei Tagen 23 deutsche Werkzeugmaschinenhersteller ihre Produkte und Lösungen für die mexikanische Automobil- und Zulieferindustrie, den Maschinenbau, die Luftfahrtindustrie, die Metallverarbeitung und andere Abnehmerbereiche.


„Mit dem VDW-Symposium 'Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme aus Deutschland' sind wir zum ersten Mal in León im Bundesstaat Guanajuato, dem bedeutendsten Standort für die Automobilindustrie des Landes“, berichtet Klaus-Peter Kuhnmünch, Organisator der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)-Veranstaltung. Das sehen die deutschen Teilnehmer ganz ähnlich. Heinz Dörner von der Alfred H. Schütte GmbH in Köln ist sicher: „Die Region Guanajuato wird sich auch künftig für die Automobil- und Zulieferindustrie sehr gut entwickeln.“ Deshalb sei es umso erfreulicher, dass nach León über 100 Besucher der Einladung des VDW und der Außenhandelskammer Mexiko, Partner des VDW bei der Veranstaltungsorganisation, gefolgt sind, so Kuhnmünch.


Insgesamt konnte der VDW an beiden Orten rd. 280 Kunden begrüßen. Die waren gespannt auf das, was ihnen geboten wurde. „Ich bin zum VDW-Symposium gekommen, um die Innovationen aus Deutschland im Bereich der Fertigungstechnik zu erfahren und diese dann in den Fertigungsprozess meines Unternehmens zu integrieren – insbesondere bei der Herstellung von Schnittwerkzeugen“, sagt Carlos Martinez, Fertigungsingenieur bei Gühring Mexicana S.Q. de C.V. in Querètaro.


Mexiko mausert sich immer mehr vom Hinterhof der USA zum Wachstumsmarkt. Insbesondere Automobilhersteller und ihre Zulieferer, die den US-Markt beliefern, investieren Milliarden. Mit mehr als 3 Mio. Fahrzeugen steht Mexiko auf Platz 8 der wichtigsten Kfz-Produzenten in der Welt. „Und es werden mehr“, prophezeit Johannes Hauser, Geschäftsführer der AHK Mexiko. Nach Angaben des mexikanischen Verbands der Automobilzulieferer wollen sich etwa 300 bis 400 weitere Teile-Hersteller im Land ansiedeln mit Investitionen in Höhe von rd. 1,5 Mrd. US-Dollar. Positive Standortfaktoren wie niedrige Löhne, gut ausgebaute Infrastruktur, das ausgedehnte Zuliefernetzwerk und der konsequente Ausbau des Freihandels ziehen weitere Investitionen an.


Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, Frankfurt am Main