27.02.2014

Siemens Metals Technologies, Linz

Meros-Anlagen von Siemens reinigen Sinterabgase bei Ilva

Der italienische Stahlproduzent Ilva S.p.A. hat Siemens Metals Technologies den Auftrag erteilt, vier schlüsselfertige Meros-Anlagen für die beiden Sinteranlagen im Hüttenwerk Taranto zu liefern. Die Anlagen tragen wesentlich dazu bei, die Umweltsituation in Taranto zu verbessern. Das gesamte Abgas aus dem Sinterprozess, je Sinteranlage mehr als 2,6 Mio. m3/h, wird mithilfe des von Siemens entwickelten Meros-Verfahrens gereinigt. Dies reduziert die Emissionen von Schwefeldioxid, Feinstaub, organischen Verbindungen, Schwermetallen und Sauergasen auf Werte deutlich unterhalb der in Europa üblichen Vorgaben. Die ersten zwei Meros-Anlagen sollen im April 2015 in Betrieb genommen werden, die anderen beiden folgen im September 2016. Das Auftragsvolumen liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.


Die Sinteranlagen von Ilva in Taranto emittieren im Vergleich zum derzeitigen Emissionslimit von 40 mg/m3(STP) künftig mehr als 1 000 t weniger Feinstaub über die Schornsteine. Weiterhin sinkt die aktuelle Dioxinfracht von 21 g/Jahr beim derzeitigen Emissionslimit von 0,4 ng/m3(STP) auf einen Wert von 3 g/Jahr. Die Meros-Anlagen werden mit Einrichtungen ausgestattet, um zukünftig auch die Schwefeldioxidemissionen maßgeblich zu reduzieren.


Das zur Riva-Gruppe gehörende Hüttenwerk von Ilva in Taranto ist mit einer Produktionskapazität von mehr als 11 Mio. t/Jahr das größte Europas. Rund 30 % des in Italien verbrauchten Stahls werden hier erzeugt. Die beiden Sinteranlagen können jährlich bis zu 11 Mio. t Sinter produzieren und wurden 2001 von Siemens erweitert und modernisiert. Im Sommer 2013 hatte Siemens bereits den Auftrag von Ilva erhalten, die Sinteranlagen mit zwei neuen Sekundärentstaubungen auszurüsten.


Siemens Metals Technologies, Linz