31.10.2013

Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin

Mangelnde Ausbildungsreife lässt sich nicht durch Rechtsanspruch aus der Welt definieren

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall kritisiert die Aussagen der IG Metall zum Ausbildungspakt. „Wer die sinkende Zahl der Ausbildungsverträge anprangert, ohne gleichzeitig auf die massiv sinkende Zahl der Schulabgänger hinzuweisen, führt die Öffentlichkeit leider in die Irre“, so Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. Dies gelte auch für den Verweis auf die Quote der ausbildenden Betriebe. „Dort zählt die IG Metall auch die Unternehmen mit, die gar nicht ausbilden dürfen. Der genaue Blick zeigt: In der Metall- und Elektro-Industrie bilden vier von fünf Metall- und Elektro-Betrieben, die ausbilden dürfen, auch aus“.


Die von der IG Metall erhobene Forderung nach einem Rechtsanspruch auf eine dreijährige Ausbildung wies Gesamtmetall zurück. „Schlechte Schulabschüsse und mangelnde Ausbildungsreife lassen sich nicht durch einen Rechtsanspruch aus der Welt definieren“, so Zander weiter. Verbände und Unternehmen seien längst mit vielen Initiativen dabei, junge Menschen nachträglich für eine betriebliche Ausbildung fit zu machen.


Auch die Gewerkschaften müssten sich beteiligen. Zander: „Gerade für eher praktisch veranlagte junge Menschen sind beispielsweise die zweijährigen Ausbildungsberufe eine entscheidende Einstiegschance. Wenn die IG Metall den jungen Menschen tatsächlich helfen will, soll sie sich dort nicht länger verweigern“.


Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin