18.06.2014

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Mannheim

Konjunkturerwartungen geben erneut nach

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Juni 2014 erneut verschlechtert. Der entsprechende Indikator geht um 3,3 auf 29,8 Punkte zurück (langfristiger Mittelwert: 24,7 Punkte). Dabei handelt es sich um den sechsten Rückgang in Folge, der jedoch wesentlich schwächer ausfällt als im Vormonat: Im Mai 2014 verlor der Indikator mehr als zehn Punkte.


"Zwar läuft die deutsche Konjunktur derzeit sehr gut, doch die Luft nach oben wird dünner. Dass dem witterungsbedingt starken ersten Quartal 2014 ein weniger starkes zweites Quartal folgen wird, deutet sich bereits an. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im leichten Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen wider", kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest.


Stützend dürfte sich dagegen das Maßnahmenpaket der EZB ausgewirkt haben. Hierauf deutet hin, dass die Prognosen der ZEW Finanzmarktexperten nach dessen Ankündigung etwas optimistischer ausgefallen sind.


Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland steigt im Juni 2014 um 5,6 auf 67,7 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Juni gestiegen. Der entsprechende Indikator legt 3,2 Punkte gegenüber dem Vormonat zu und steht nun bei 58,4 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum hat sich im Juni um 2,1 auf minus 27,7 Punkte verschlechtert.


Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Mannheim