11.11.2014

WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Düsseldorf

Konjunktur bei Stahl- und Metallverarbeitern noch intakt

Die Produktion der Stahl- und Metallverarbeiter in Deutschland ist in den ersten drei Quartalen des Jahres 2014 um 5,2% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dabei ist das dritte Quartal 2014 allerdings mit -0,7% knapp schwächer verlaufen als das 2. Quartal. Im Vorjahresvergleich legt die Produktion im 3. Quartal dagegen um +3,4% zu. Im September konnte das Produktionsvolumen den hohen Vorjahreswert noch um 1,8% übertroffen werden. Die Tendenz deutet an, dass im weiteren Jahresverlauf aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten und der damit einhergehenden Investitionszurückhaltung mit weiter rückläufigen Wachstumsraten zu rechnen ist. Gleichwohl bleibt die Prognose von +3% Produktionsausweitung gegenüber 2013 in Reichweite.


Das Geschäftsklima in der Stahl- und Metallverarbeitung hat sich allerdings im Oktober weiter eingetrübt. Zwar bleibt die Einschätzung der Geschäftslage angesichts der noch stabilen Auftragseingänge auf einem zufriedenstellenden Niveau. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind allerdings noch tiefer in den negativen Bereich gerutscht. Daher dürfte das letzte Quartal 2014 von Produktionsrückgang gegenüber dem Vorquartal geprägt sein. Die weitere Entwicklung im Jahr 2015 hängt stark davon ab, inwieweit sich das Investitionsklima in Deutschland und Europa stabilisiert.


Der WSM Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer dazu: „Die Energiepolitik verunsichert den produzierenden Mittelstand nach wie vor stark. Dass die EEG-Umlage in 2015 nicht steigt, führt noch zu keiner Entlastung, die für den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit dringend notwendig wäre. Und die Diskussion um die Erhöhung der Netzentgelte trübt die Stimmung zusätzlich ein. Investitionen werden stärker in ausländischen Standorten getätigt. Die Stahl- und Metallverarbeiter fordern deshalb Rahmenbedingungen, die Wachstum fördern. WSM fordert, jetzt keine weiteren Verteuerungen von Energie durch staatliche Abgaben und Umlagen vorzunehmen.“


WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Düsseldorf