31.01.2014

Gesamtmetall, Berlin

Keine unausweichliche altersbedingte Verschlechterung der beruflichen Leistung

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat eine Studie des Heidelberger Arbeits- und Organisationspsychologen Prof. Dr. Karlheinz Sonntag zur Erwerbstätigkeit Älterer vorgestellt. Danach ist die Erwerbstätigkeit nicht an eine natürlich vorbestimmte Altersgrenze geknüpft. Es gibt auch keine unausweichliche altersbedingte Verschlechterung der beruflichen Leistung. „Es gibt keinen Grund, der grundsätzlich gegen eine längere Lebensarbeitszeit spricht. Aber das geht nicht von alleine“, sagte Prof. Sonntag bei der Vorstellung der Studie. „Entscheidend sind Gesundheit, Qualifikation und Motivation. Diese Faktoren können positiv durch geeignete Maßnahmen des Personalmanagements, der Unternehmensführung, der Arbeitsplatzgestaltung und vor allem durch die Mitarbeiter selbst positiv beeinflusst werden“, so der Verfasser der Studie.


Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger betonte: „Unsere Branche ist auf dem richtigen Weg: Viele der in der Studie herausgestellten Maßnahmen sind in der Regel schon heute gängige Praxis. Die Arbeitgeber werden diesem Thema in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit schenken, aber klar ist auch, die Untersuchung ist kein Mängelbericht“, erklärte Dulger.


In der Metall- und Elektro-Industrie ist die Zahl der Beschäftigten in der Altersklasse 60+ allein im vergangenen Jahr um mehr als zehn Prozent auf 214000 gestiegen. Seit dem Jahr 2000 stieg die Zahl sogar um 152 %. „Der Mentalitätswandel bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist angekommen“, so Dulger, „umso absurder sind die Pläne der Bundesregierung, auf Kosten der Beitragszahler eine neue Frühverrentungswelle auszulösen.“


Die im Auftrag von Gesamtmetall erstellte Studie fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zur Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter und zu Faktoren, die darauf Einfluss haben, zusammen. Sie kann unter www.gesamtmetall.de abgerufen und heruntergeladen werden.


Gesamtmetall, Berlin