17.07.2014

Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, Düsseldorf

Kanalrohre trotzen extremen Bedingungen

Bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt sind die unterirdisch verlegten Abwasserrohre extrem hohen Belastungen durch den oberirdischen Fahrverkehr riesiger Stapler, die bis zu 34 t schwere Coils transportieren, und die häufig bremsen, wenden, Lasten heben und positionieren, durch die hohen Gewichte ausgesetzt. Die Planung eines neuen Systems zur Regenentwässerung im Bereich der Warmbandadjustage wusste diese Belastungen bei der Auslegung des Systems erfolgreich zu berücksichtigen.


 


In Eisenhüttenstadt, dem legendären Standort der Eisen- und Stahlproduktion in Brandenburg, betreibt die ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH, die zum weltweit größten Stahlkonzern ArcelorMittal gehört, ein integriertes Hüttenwerk. Neben der Roheisen- und Rohstahlerzeugung werden in den Walzwerken Kalt- und Warmbanderzeugnisse gefertigt.


2013 begann ArcelorMittal mit der Planung eines neuen Systems zur Regenentwässerung im Bereich der Warmband-Adjustage. „Das Problem bei der Auslegung der dazu notwendigen Abwasserrohre waren die oberirdischen Lasten“, weiß der Vertriebsmanager der Duktus Rohrsysteme Wetzlar GmbH, Wetzlar, Lutz Rau. „Tag für Tag müssen bis zu 34 t schwere warmgewalzte Coils auf Eisenbahnwaggons verladen und zum Kaltwalzwerk transportiert, wieder abgeladen und eingelagert werden. Nach dem Abkühlen werden die Coils mit riesigen Staplern zur Zwischenlagerung weitertransportiert. Durch den Fahrverkehr der Stapler, durch Bremsen, Wenden, Lastenheben und Positionieren entstehen besondere Belastungen, die bei der Auslegung des Rohrsystems bedacht werden mussten. Dass sich angesichts dieser Extrembedingungen ArcelorMittal für das duktile Gussrohrsystem entschied, war für uns von Duktus erfreulich und auch eine Herausforderung.“


Nach der Berechnung des statischen Nachweises, den Duktus erbrachte, wurden rd. 600 m Kanalrohre mit TZ-Auskleidung in den Nennweiten von DN 150 bis 500 geliefert. Durch die Gelenkigkeit der Verbindungen auch an den Schächten mittels Schachtanschlussstücken bieten die Duktus-Rohre eine zusätzliche Sicherheit auch bei außergewöhnlichen und unplanmäßigen Lasteinträgen. Die Verlegearbeiten übernahm die Firma Oevermann aus Eisenhüttenstadt. Obwohl Oevermann bereits zahlreiche Gussrohrprojekte realisiert hat, war das Team froh darüber, dass Duktus als anwendungstechnischer Berater und Partner vor Ort die Kenntnisse bei einer Einweisung auffrischte. „Die duktilen Gussrohre im Untergrund werden sich von dem schweren Stahl ‚da oben‘ nicht beeindrucken lassen, sodass Duktus einen weiteren zufriedenen Kunden hat“, sagt Lutz Rau.


Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, Düsseldorf