19.09.2014

DVS Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V., Berlin/Düsseldorf

Jury setzt auf Arbeits- und Umweltschutz

Auf der Jahresversammlung des DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. wurde am 15. September in Berlin der Abicor-Innovationspreis 2014 vom DVS und der Alexander Binzel Schweisstechnik GmbH & Co. KG an Dr.-Ing. Sascha Rose vom Institut für Fügetechnik an der Technischen Universität (TU) Dresden verliehen. Bereits 2010 hatte er zusammen mit Dr.-Ing. Jörg Zschetzsche, Institut für Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU Dresden, den Abicor-Innovationspreis entgegengenommen. Der alle zwei Jahre von Abicor Binzel gestiftete Preis ist insgesamt mit 10 000 € dotiert und aufgeteilt in 5 000 € für den Sieger, 3 000 € für den Zweitplatzierten und 2 000 € für den dritten Platz. Außerdem erhält der Sieger die begehrte Abicor-Statue des flämischen Künstlers Octave Landuyt.


Die Jury, bestehend aus namhaften Wissenschaftlern, Fachleuten der Industrie und Vertretern des DVS, machte es sich mit ihrer Entscheidung für den ersten Platz nicht leicht. Ausschlaggebend waren in Roses Arbeit „MSG-Schweißen mit artfremdem Zusatzdraht für eine emissionsarme und effiziente Werkstoffeinbringung“ vor allem die gut umgesetzten Aspekte „Arbeitsschutz“, „Umweltschutz“ und „einfache Umsetzung“. So betont die Jury: „Im Rahmen der Arbeit werden die Legierungsbestandteile von Chrom und Nickel lichtbogenlos und ohne Verdampfung eingebracht. Dies birgt Vorteile im Bereich des Arbeits- und Umweltschutzes. Der relativ einfache technische Zusatzaufwand des nicht patentierten Verfahrensprinzips ermöglicht einen freien und kostengünstigen Zugang interessierter Hersteller und potenzieller Anwender.“ Dr.-Ing. Rose trägt, wie auch die Zweit- und Drittplatzierten, mit seinem Forschungsprojekt dazu bei, die weitere Entwicklung der Mechanisierung und Automatisierung des Lichtbogenschweißens und -schneidens zu verwirklichen.


Den zweiten Platz belegten Dipl.-Inform. Marion Purrio und Dipl.-Ing. Philipp Lozano, beide vom Institut für Schweißtechnik und Fügetechnik an der RWTH Aachen University, mit ihrer Arbeit „Optisches Sensorsystem für die Online-Schmelzbadüberwachung beim automatisierten MSG-Schweißen“. Mit seinem Thema „Wechselwirkungen der Schutzgase in MSG-Sprühlichtbogen-prozessen und deren Wirkung auf die Verdampfung, den Werkstofftransfer und den Energieeintrag“ konnte Dipl.-Ing. Martin Hertel, Institut für Fertigungstechnik an der TU Dresden, auf Platz drei überzeugen.


Der Preis wurde 1995 von der Alexander Binzel Schweisstechnik GmbH & Co. KG anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ins Leben gerufen. So dient die Auszeichnung seit fast 20 Jahren der nachhaltigen Förderung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet des Lichtbogenschweißens und -schneidens, vor allem von Nachwuchskräften aus Wissenschaft und Wirtschaft.


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