21/05/2015

voestalpine AG, Linz

Innovation bei Hightechstahl ausgezeichnet

Der Technologie- und Industriegüterkonzern voestalpine verlieh erstmals den mit 12 000 € dotierten voestalpine Stahlforschungspreis. Unter den 18 Bewerbern, die hochqualitative Forschungsprojekte aus den Bereichen Metallurgie, Werkstoffwissenschaft und Verarbeitungstechnik sowie deren Anwendung einreichten, ging Ronald Schnitzer als klarer Sieger hervor: Der FuE-Leiter des Fachbereichs Fülldraht und Stabelektrode der voestalpine Böhler Welding Austria GmbH überzeugte die Jury mit seiner Dissertation zu metallischen Hochleistungswerkstoffen.


Die Preisverleihung des voestalpine Stahlforschungspreises fand im Rahmen des ASMET-Forums an der Montanuniversität Leoben statt. Unter den 18 eingereichten Projekten kamen auch zwölf Dissertationen in die Begutachtung. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit unter dem Titel „Structure-Properties Relationship of a Stainless Maraging Steel" erfüllte Ronald Schnitzer alle Kriterien für die Bewertung und punktete mit wissenschaftlicher Relevanz, Aktualität, Originalität und Anwendbarkeit bzw. Umsetzbarkeit. Für einen neuen hochfesten Hightechstahl, der in der Luft- und Raumfahrt Anwendung findet, hat Schnitzer Zusammenhänge zwischen atomarer Struktur und Eigenschaften des Werkstoffes erforscht. Die erzielten Ergebnisse sind weltweit einmalig und tragen daher wesentlich zum Verständnis dieser neuen Stahlklasse bei. Zur unabhängigen Jury zählte neben Vertretern der Montanuniversität Leoben, der TU Graz und der TU Wien auch die Leitung der voestalpine Konzernforschung.


Franz Michael Androsch, Forschungschef des voestalpine-Konzerns, lobte den engagierten voestalpine-Mitarbeiter als „würdigen Gewinner des voestalpine Stahlforschungspreises, der diese Auszeichnung nicht nur seiner sub auspiciis abgeschlossenen Dissertation, sondern auch seiner exzellenten Forschungstätigkeit im Konzern verdankt." Seit 2014 leitet Schnitzer die FuE-Abteilung im Fachbereich Fülldraht und Stabelektrode mit 17 Mitarbeitern, davor hatte er die Leitung der Abteilungen Neuproduktentwicklung und Angewandte Forschung der Böhler Schweißtechnik GmbH inne. Darüber hinaus zeichnen den Werkstoffwissenschafter und Absolventen der Montanuniversität Leoben zahlreiche Nominierungen wie der „Best Paper-Award" oder der Metallkunde-Förderpreis aus.


Im Rahmen einer internationalen Ausschreibung wird die Auszeichnung künftig alle zwei Jahre in Kooperation mit der Montanuniversität Leoben und der Austrian Society for Metallurgy and Materials (ASMET) an junge Akademiker aus Wissenschaft und Wirtschaft (bis 35 Jahre) vergeben, die herausragende Arbeiten zum Thema Stahl liefern.


voestalpine AG, Linz