04.07.2014

Simufact, Hamburg

Industrielle Anwendung der Schweißsimulation gewinnt an Fahrt

 „Der produktive Einsatz von Software zur Schweißsimulation in der Industrie gewinnt an Fahrt.“ Mit dieser Aussage weist Simufact-CTO und Geschäftsführer Dr. Hendrik Schafstall auf einen Trend hin, den das Hamburger Softwareunternehmen selbst mit initiiert hat. „Unsere jahrelangen Anstrengungen bei der Entwicklung einer praxisnahen Software für die Simulation von Schweißprozessen zahlen sich jetzt aus, denn die Nachfrage aus der Industrie steigt spürbar an“, stellt Schafstall fest. „Wir sehen, dass die anfängliche Zeit des Forschens, Experimentierens und Ausprobierens vorbei ist und unsere Kunden Ernst machen mit dem produktiven Einsatz der Schweißsimulation.“


Ursprünglich auf der Basis von Anforderungen, die in einem Arbeitskreis der Automobilindustrie entwickelt worden sind, hat ein kleines Team von Simufact-Schweißexperten 2006 damit begonnen, die Schweißsimulationssoftware Simufact.welding auf den Weg zu bringen. Nachdem zunächst in erster Linie forschende Hochschulen zu den Anwendern der ersten Stunde gehörten, hat die Software inzwischen eine funktionale Reife erlangt, die dem produktiven Einsatz in der harten industriellen Praxis den Weg ebnet.

Seit Mitte Juni ist die neue Version Simufact.welding 4 verfügbar. Die Software überzeugt mit einem bedienerfreundlichen Gesamtkonzept, einer hohen Rechengenauigkeit und – besonders wichtig für die produzierende Industrie – erheblich verkürzten Rechenzeiten für die Simulation. So konnte Simufact die Simulation von Schweißprozessen durch softwaretechnische Fortschritte um den Faktor 2 bis 5 beschleunigen. „Im zeitlich engen Entwicklungszyklus kommt es darauf an, dass die Software zuverlässige Ergebnisse in kürzest möglicher Zeit liefert – da haben wir einen Riesenschritt getan“, so Schafstall. Im Blickpunkt der Simulation stehen nach wie vor schweißtechnische Problemstellungen wie die Vorhersage von Verzügen und Eigenspannungen, die Entwicklung optimaler Spannvorrichtungen für den Schweißprozess und die Festlegung der besten Schweißreihenfolge.

Angesichts der anziehenden Nachfrage hat sich Simufact auch personell verstärkt:

Jan von Borstel ist als Senior Sales Consultant dediziert für den Vertrieb der Software Simufact.welding verantwortlich. Als Diplom-Ingenieur und technischer Betriebswirt (IHK) bringt von Borstel eine breite technisch-fachliche Qualifikation mit, ergänzt um langjährige Erfahrung im Softwarevertrieb, die er Kunden gegenüber auch in beratender Rolle zum Einsatz der Simulationssoftware einbringen wird. 


Ende Mai kamen in Hamburg erstmalig die deutschen Anwender der Software Simufact.welding zu einem Anwendertreffen zusammen. Zu den Anwendern gehören neben forschenden Hochschulen insbesondere auch Automobilunternehmen und deren Zulieferer. Das Treffen dient dem unmittelbaren Austausch mit den Anwendern, der Diskussion um die weitere Entwicklung der Software, aber auch dem Networking der Anwender untereinander.


Ab 2015 wird das Anwendertreffen für die Schweißsimulation in den jährlich ausgerichteten Simufact RoundTable integriert; den RoundTable Simulating Manufacturing richtet Simufact seit mittlerweile 14 Jahren aus. Mit regelmäßig 150 Teilnehmern hat sich der RoundTable als das größte Treffen der Umformsimulanten in Deutschland etabliert.


Simufact, Hamburg