31.10.2013

IG Metall, Berlin

IG Metall fordert Priorität für Bildung

Sprachlose Politiker, lachende Schaulustige und ein Duzend Jugendlicher in bunten Ganzkörperanzügen: Zum Auftakt der zweiten Koalitionsrunde im Willy-Brandt-Haus verteilten Aktivisten der IG Metall Jugend unter den Augen zahlreicher Medienvertreter Riesenbroschüren mit dem Titel „Was Bildung braucht“ an die Koalitionäre. Das neonfarbene Heft in DIN A1-Format listet zahlreiche Missstände im Bildungssektor auf und ist Teil der Kampagne „Revolution Bildung“.


Die Aktion der 220 000 Mitglieder zählenden Jugendorganisation der IG Metall findet im Rahmen ihrer „Aktionstage zur Koalitionsrunde“ statt. Diese starteten letzte Woche vor dem Konrad-Adenauer-Haus mit der Forderung: „Bildung ist nicht verhandelbar“ und werden die Koalitionsrunde konfrontativ begleiten. Politiker aus SPD und CDU/CSU haben sich im Wahlkampf mit Vorschlägen für bessere Bildung profiliert. Sigmar Gabriel unterzeichnete sogar das „Bildungsmanifest“ der IG Metall. Die Jugendlichen erinnern die Politiker jetzt an ihre Wahlversprechen.


„Wir wollen den Politikern Fakten über den Zustand des Bildungssystems an den Verhandlungstisch mitgeben“, sagt Eric Leiderer, Bundesjungendsekretär beim Vorstand der IG Metall. „Schlechte Bildungschancen, fehlende Investitionen, marode Infrastruktur – und immer weniger Zeit zum Lernen. Deshalb zeigen wir der Politik, was besser werden muss – in Großdruck. Damit es auch jeder versteht.“


Mit der Kampagne „Revolution Bildung“ macht die IG Metall seit März auf dramatische Missstände im deutschen Bildungswesen aufmerksam. Fragen nach Qualität, Zugang, Zeit und Geld für Bildung stehen im Mittelpunkt der Aktionen der Gewerkschaftsjugend, die begonnen hat, Schüler, Studierende, Auszubildende und junge Beschäftigte gemeinsam zu organisieren.


IG Metall, Berlin