29.10.2013

DIHK, Berlin

Geschäftserwartungen der KMU zum dritten Mal in Folge verbessert

Das Stimmungsbarometer im Mittelstand zeigt weiter aufwärts. Das geht aus einer Sonderauswertung hervor, in der der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auf Basis seiner Konjunkturumfrage Herbst 2013 die Lage der kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) analysiert. In der aktuellen Erhebung äußerten die KMU zum dritten Mal in Folge verbesserte Geschäftserwartungen. "Gerade die anziehende Investitionsnachfrage im In- und Ausland sorgt für Zuversicht", berichtete DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben dem „Handelsblatt“ von den Ergebnissen. Besonders im Maschinenbau, in der Elektrotechnik und im Kraftfahrzeugbau seien die Erwartungen aufgehellt.


Die Binnennachfrage profitiere vom kontinuierlichen Beschäftigungsaufbau, so Wansleben. Das spürten vor allem der Einzelhandel und die Konsumgüterproduzenten. "In Folge wollen kleine und mittelständische Unternehmen branchenübergreifend weiter Personal einstellen."


Insgesamt rechnet der DIHK für das Jahr 2014 mit 200 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen im Mittelstand. Allerdings könnte der zunehmende Fachkräftemangel viele KMU in ihrer Einstellungsbereitschaft ausbremsen. "Besonders IT- und FuE-Dienstleister suchen händeringend Personal – oftmals vergeblich", sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer.


Ein Geschäftsrisiko bleiben zudem die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Wansleben: "Spricht man mit den Unternehmen, so steht die Komplexität des Steuersystems in der Kritik sowie die Sorge um höhere Steuerbelastungen. Zudem behalten die Unternehmen den Fortgang der nicht ausgestandenen Schuldenkrise in Europa auf dem Radar." Die größte Gefahr sieht der Mittelstand in den hohen und weiter steigenden Energie- und Rohstoffpreisen. Viele KMU in der Industrie erwägen deshalb inzwischen, ihre Produktion im Inland einzuschränken – oder haben solche Pläne bereits in die Tat umgesetzt.


Sie finden die DIHK-Untersuchung hier zum Download.


DIHK, Berlin