15/04/2014

Georgsmarienhütte Holding GmbH

Gemischte Jahresbilanz 2013 bei der GMH Gruppe

Die Georgsmarienhütte Holding GmbH zieht für das Geschäftsjahr 2013 eine gemischte Bilanz: Während die Mehrheit der Unternehmen nach schwierigen Jahren wieder auf eine bessere Auftragssituation verweisen konnte, zeigte sich in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau der GMH ein anderes Bild. Im Maschinenbau hat sich seit der Finanz- und Wirtschaftskrise die Nachfrage auf niedrigem Niveau verfestigt. Im Bereich Anlagenbau, speziell der Offshoreindustrie, ist von der WeserWind GmbH Offshore Construction Georgsmarienhütte im Dezember 2013 die vorläufig letzte Gründungsstruktur (Tripod) und Ende Februar 2014 die vorletzte Trafostation ausgeliefert worden. Folgeaufträge wurden bisher noch nicht platziert; deshalb kommt den aktuellen Entscheidungen über die EEG-Reform und das EU-Verfahren in Brüssel besondere Bedeutung für die weitere Marktentwicklung zu.


Die Georgsmarienhütte Holding GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 einen konsolidierten Umsatz von 2,71 Mrd. € (2012: 2,69 Mrd. €). Das operative Ergebnis (EBITDA) konnte gegenüber dem Vorjahr um 37 Mio. € gesteigert werden. Es beläuft sich auf 148 Mio. € (Vj. 111 Mio. €). Die EBITDA-Marge liegt bei 5,6 % (Vj. 4,0 %). Aufgrund von Sonderabschreibungen in Höhe von 41 Mio. € wurde ein Jahresverlust von 19 Mio. € (Vj. 88 Mio. €) erzielt. Ohne die Belastungen von WeserWind läge die EBITDA-Marge bei 7,2 %.


Die konsequente Umsetzung des 2012 auferlegten Kostensenkungsprogramms hat positiv zur Unternehmensentwicklung beigetragen. Das insgesamt unbefriedigende Ergebnis des Geschäftsjahrs 2013 erfordert eine Fortsetzung des Sparprogramms und Entscheidungen jeweils in den Einzelfällen bei Personal- und Investitionsmaßnahmen. Das Gesamtjahr wurde mit einer Liquidität von größer 200 Mio. € abgeschlossen.


Die Georgsmarienhütte Holding hat auf die schwierige und sehr wechselhafte Situation in ihren Märkten reagiert und ihre organisatorische Struktur zum Jahresbeginn 2014 neu ausgerichtet. In den letzten beiden Jahren wurden die ehemals elf Geschäftsbereiche durch Zusammenfassung im Bereich Schmiedetechnik und Guss auf acht reduziert. Ziel dieser Konzentration ist, die Prozesseffizienz weiter zu steigern, Kostensenkungen zu generieren und die führenden Positionierungen an den Märkten weiter zu verbessern.


Für das laufende Geschäftsjahr 2014 beurteilt die Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding die Aussichten gemischt. „Der Markt ist nach wie vor durch weltweite Überkapazitäten geprägt. Zudem erschweren komplexe Erlös-/Mengen-Probleme in der Stahlindustrie deutschland- wie auch weltweit eine Prognose. Die hohe Volatilität der Einsatzstoffe (Legierungen, Schrott, Rohmaterial) hat ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Preis- und damit Erlösentwicklung“, führt Peter van Hüllen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding, aus. Die Nachfrage und Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2014 lägen über den budgetierten Werten, aber im Rahmen der allgemeinen Konjunkturerwartungen. Die weitere Entwicklung bleibe aber abzuwarten und könne nicht zuverlässig für das Gesamtjahr prognostiziert werden. Zudem werfe die ungeklärte deutsche und europäische Energiepolitik erhebliche Schatten auf eine mittelfristige Zukunftsplanung. Der deutsche Alleingang in der Energiepolitik und die bisherige Entwicklung der Energiewende stellen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie in Frage. Gerade die energieintensiven Industrien, wie die Stahlindustrie, stehen hier vor gewaltigen Herausforderungen.


47 Unternehmen in Deutschland, Österreich, Belgien, Brasilien, Australien und den USA gehörten zum Geschäftsjahresende 2013 zur GMH Gruppe. Sie beschäftigte insgesamt 10766 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


Georgsmarienhütte Holding GmbH