10.02.2015

Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen e.V. (BGA), Berlin

Exporteure rechnen trotz vieler Risiken auch 2015 mit Wachstum

"Dies ist ein respektables Ergebnis für die Exporteure nach einem wirklich nicht einfachen Jahr. Hauptwachstumstreiber war unser Kernmarkt, die Europäische Union. Besonderes Augenmerk muss allerdings weiterhin auf die Eurozone gelegt werden, die nur in geringem Maße zum Wachstum beigetragen hat. Auch das Ergebnis der Ausfuhren in Drittländer konnte offenbar nur durch das solide Abschneiden der USA-Exporte in einen positiven Rahmen gehalten werden." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.


Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für das gesamte Jahr 2014 bekanntgegeben. Demnach haben sich die deutschen Exporte insgesamt im Vergleich zum vorangegangenen Jahr nominal um 3,7 % auf 1 133,6 Mrd. € gesteigert, die Importe nahmen um 2,0 % zu und erreichten 916,5 Mrd. €. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im Jahr 2014 mit einem Überschuss von 217,0 Mrd. € ab.


"Trotz weiter schwelender Risiken und Krisenherde wie beispielsweise der Euro-Rettungspolitik oder der Ukraine-Russland-Konflikt rechnen wir damit, das Vorjahresergebnis in 2015 mit einem Wachstum in Höhe von 4 % sogar noch einmal übertreffen zu können. Auch der viel kritisierte Exportüberschuss wird sich hauptsächlich aufgrund des billigen Euros voraussichtlich weiter vergrößern. Dieser künstliche Rückenwind kaschiert aber die existierenden Probleme und wird uns langfristig auf die Füße fallen. Entscheidend wird daher sein, wie es nach 2015 weitergehen wird", so Börner abschließend.


Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen e.V. (BGA), Berlin