06.03.2014

Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin

Exportüberschüsse trotz höchster Löhne

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall begrüßt die richtige und klare Haltung der Bundesregierung zu Exporten. „Der deutsche Exportüberschuss beruht auf weltweit gefragten Industrieprodukten“, erklärte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. Kunden auf der ganzen Welt entscheiden sich freiwillig für die Produkte der deutschen Unternehmen. „Für die Industrie aber ist Deutschland nicht nur einer der teuersten Produktionsstandorte der Welt. In der Metall- und Elektro-Industrie sind die Tarifeinkommen seit 2000 um fast 41 % gestiegen. Es ist deshalb vollkommen aberwitzig, die Exporterfolge auf niedrige Löhne zurückzuführen.“


Zugleich sei die Binnennachfrage in Deutschland längst der größere Wachstumstreiber, betonte Zander weiter. Gerade erst habe der Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung betont, dass das Wachstum rechnerisch ausschließlich von der Binnennachfrage getragen werde, dank der guten Beschäftigungslage und der höheren Löhne. „Das entlarvt das Gerede von der angeblich unterentwickelten Binnenkonjunktur als Ablenkungsmanöver.“


Einen tatsächlichen Nachholbedarf, wie von der EU-Kommission festgestellt, sieht Gesamtmetall bei den Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland. Diese sind von Ende 2011 bis Mitte 2013 von Quartal zu Quartal zurückgegangen, seitdem aber wieder angestiegen. „Die Unternehmen brauchen allerdings ein investitionsfreundliches Klima und politische Verlässlichkeit“, so Zander. „Die Unsicherheiten über den Euro und die Wahlen waren sicher auch ein Grund für die Zurückhaltung im vergangenen Jahr. Und mit den Vorhaben der Bundesregierung, insbesondere bei den Rentenplänen, sind weitere Belastungen der Wettbewerbsfähigkeit abzusehen.“


Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin