20.11.2014

ThyssenKrupp AG, Essen

Erstmalig nach drei Jahren wieder Nettogewinn erwirtschaftet

Konzernumbau bei ThyssenKrupp: Erstmalig seit drei Jahren hat der Essener Industrie- und Technologiekonzern wieder einen Jahresüberschuss erwirtschaftet. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erzielte ThyssenKrupp ein Nettoergebnis von 195 Mio. €; auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfallen 210 Mio. €. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,38 €. Im Jahr zuvor war noch ein Verlust von rd. 1,6 Mrd. € angefallen, von dem der Anteil Aktionäre der ThyssenKrupp AG 1,4 Mrd. € beträgt (-2,79 € je Aktie).


"Das Geschäftsjahr 2013/2014 markiert einen Meilenstein in unserer Ergebnisentwicklung. Wir haben bewiesen, dass wir auf unserem Weg der strategischen Weiterentwicklung zu einem leistungsfähigen und profitablen diversifizierten Industriekonzern vorankommen", sagte CEO Dr. Heinrich Hiesinger im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz. Gleichzeitig betonte Hiesinger, dass der Konzern die Wende noch nicht geschafft habe. Dazu sei neben einem Jahresüberschuss auch wieder ein gesicherter positiver Free Cash-Flow vor Desinvestitionen nötig. "Und deshalb werden wir auch jetzt nicht nachlassen und die Spannung halten. Das gilt für unser Effizienzsteigerungsprogramm wie für die operative Entwicklung", so Hiesinger weiter.


Vor dem Hintergrund des Jahresüberschusses und in Erwartung weiterer Verbesserungen schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,11 € je Aktie vor (letzte Dividende 0,45 € im Geschäftsjahr 2010/2011). "Uns ist klar, dass dieser Dividendenvorschlag nicht mehr als ein Signal an unsere Aktionäre ist," sagte Hiesinger, und weiter: "Mit unserer Positionierung als diversifizierter Industriekonzern verbinden wir das Ziel, deutlich stabilere und deutlich höhere Ergebnis-, Cash- und Wertbeiträge zu generieren."


Der Vorstandschef unterstrich die Aufstellung des Konzerns als integrierter Verbund aus Geschäftsbereichen, Regionen und Konzernzentrale. "Die Summe der Konzernteile schafft mehr Wert, als jeder einzelne Geschäftsbereich es jemals alleine könnte. Wir werden als integrierter Konzernverbund weiter profitabel wachsen, wenn wir unsere internen Kräfte bündeln", so Hiesinger.


Trotz zunehmender Unsicherheit bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und begrenzter Sichtweite in den Werkstoffgeschäften ist der Vorstand für die Entwicklung von ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2014/2015 zuversichtlich: Für den Konzernumsatz wird ein Wachstum auf vergleichbarer Basis zum Vorjahr im einstelligen Prozentbereich erwartet.


Die angestrebten Maßnahmen aus dem Effizienzsteigerungsprogramm werden weiter volle Wirkung zeigen und zusätzliche Einsparungen von 850 Mio. € bringen. Das Bereinigte EBIT des Konzerns soll sich auf mindestens 1,5 Mrd. € verbessern. Dabei werden alle Business Areas mit Ausnahme von Steel Americas deutlich positive EBIT-Beiträge erwirtschaften. Steel Americas wird sich mindestens deutlich in Richtung eines ausgeglichenen EBIT verbessern. Ziel ist es, beim Jahresüberschuss des Konzerns eine deutliche Verbesserung zu erreichen. Gleichzeitig werden klare Fortschritte bei der Cash-Generierung mit einem mindestens ausgeglichenen Free Cash-Flow vor Desinvestitionen erwartet.


ThyssenKrupp AG, Essen