27.11.2013

Stahl-Zentrum, Düsseldorf

Erholung in einem strukturell schwierigen Umfeld

„Die internationale Jahrestagung STAHL 2013 findet am Ende eines konjunkturell und strukturell schwierigen Jahres statt. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stahlindustrie in Deutschland kann nur angemessen bewertet werden, wenn man die besonderen Rahmenbedingungen mit berücksichtigt“, erklärte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl und Vorsitzender des Stahlinstituts VDEh, bei einem Pressegespräch in Düsseldorf. „In den letzten Wochen haben sich die Anzeichen dafür verdichtet, dass die konjunkturelle Talsohle durchschritten ist. So sind die Auftragseingänge im dritten Quartal zum zweiten Mal in Folge gewachsen. Auch die Rohstahlproduktion konnte im September und Oktober im Vergleich zum Vorjahr leicht zulegen. Außerdem sind die Geschäftserwartungen für die Stahlindustrie, die das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut ifo monatlich erhebt, wieder von größerer Zuversicht geprägt.


Wir sind vorsichtig optimistisch, dass sich der in den letzten Monaten zu beobachtende Aufwärtstrend festigen und sich die Stahlkonjunktur im kommenden Jahr moderat erholen und die Rohstahlproduktion leicht auf 43,0 Mio. t zulegen wird. Dies darf den Blick aber nicht darauf verstellen, dass sich die Stahlindustrie in Deutschland weiterhin in einem anspruchsvollen Marktumfeld bewegt. Die Unternehmen in Deutschland schaffen mit ihren Restrkturierungsmaßnahmen die Voraussetzung dafür, auch künftig eine führende Rolle im internationalen Wettbewerb übernehmen zu können. Sie brauchen aber auch die dafür notwendigen, wettbewerbsgerechten Rahmenbedingungen: Dringend erforderlich ist es, die Kosten der Energiewende in den Griff zu bekommen und vor allem die Entlastungen bei der EEG-Umlage zu erhalten. Notwendig ist auch eine grundlegende Reform des Emissionshandelssystems.“


Stahl-Zentrum, Düsseldorf