08.05.2014

BMWi, Berlin

Entwicklung des Auftragseingangs rückläufig

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge in der Industrie im März preis-, arbeitstäglich- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 2,8 % zurückgegangen. Im Vormonat waren sie aufwärts revidiert um 0,9 % gestiegen. Der Anteil der Großaufträge war für einen März anders als im Vormonat stark unterdurchschnittlich. Infolgedessen gingen insbesondere weniger Aufträge für Investitionsgüter und weniger Aufträge aus dem Euroraum ein.


Mit dem ausgeprägten Rückgang im aktuellen Berichtsmonat März verharrten die Auftragseingänge in der Industrie im ersten Quartal insgesamt auf dem Niveau des Jahresschlussquartals 2013 (erstes Quartal: +0,0 %). Dabei entwickelte sich die Nachfrage aus dem Inland (+1,9 %) und aus Staaten außerhalb des Euroraums (+0,7 %) weiterhin positiv, während die Nachfrage aus dem Euroraum (-4,6 %) deutlich zurückging. Allerdings waren diese Entwicklungen maßgeblich durch die stark schwankenden und kurzfristig weniger produktionswirksamen Großaufträge beeinflusst. Ohne Großaufträge nahmen die Auftragseingänge in der Industrie im ersten Quartal deutlich um 1,9 % zu.


Insgesamt bleibt der Trend der Bestellungen in der Industrie aufwärtsgerichtet, dürfte sich aber etwas abschwächen. Hierzu könnten gewisse Produktionsverschiebungen aufgrund des milden Winters sowie eine vorübergehende Zurückhaltung bei der Ordertätigkeit wegen der aktuellen geopolitischen Ereignisse beitragen. Insgesamt wird der Aufschwung in der Industrie weiterhin durch die robuste Binnennachfrage und die Nachfrage aus dem Nicht-Euroraum nach industriellen Erzeugnissen getragen.


BMWi, Berlin