28.05.2014

DIHK, Berlin

Dynamik im Inland überlagert Störfaktoren

"Im Frühsommer 2014 ist die deutsche Wirtschaft in einer guten Verfassung": So resümierte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gestern in Berlin die Ergebnisse der jüngsten DIHK-Konjunkturumfrage. Die erfreuliche Situation sei in erster Linie der starken Binnenkonjunktur zu verdanken, betonte Wansleben, als er die auf mehr als 24 000 Unternehmensantworten basierende Erhebung gemeinsam mit DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann vorstellte. So würden derzeit noch Störfaktoren überlagert – insbesondere der nachlassende Schwung bei den Exporten.


"Vor allem die Geschäfte mit Russland leiden deutlich", sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Hinzu kommen im Inland die zunehmenden Sorgen der Unternehmen um das Fachkräfteangebot und die Arbeitskosten." Die DIHK-Wachstumsprognose für das laufende Jahr bleibe mit 2,0 % unverändert. Wansleben warnte jedoch: "Dieses Tempo wird 2015 schwierig zu halten sein."


Bei der Beschäftigung erwartet der DIHK in diesem Jahr 300 000 zusätzliche Stellen – auch dank der Zuwanderung. "Die Arbeitslosigkeit sinkt voraussichtlich auf etwa 2,87 Mio. im Jahresdurchschnitt", sagte Wansleben. Im Februar war der DIHK noch von 2,9 Mio. Arbeitslosen ausgegangen.


Alexander Schumann veranschaulichte in Berlin anhand von Beispielen aus den Umfragedaten, "welche Störwirkung von der Wirtschaftspolitik ausgehen kann". So nehme etwa das Geschäftsrisiko Fachkräftemangel weiter zu, sagte der DIHK-Chefvolkswirt. Wie stark sich Wirtschaftspolitik in den Unternehmensplänen auswirke, zeige sich besonders in intensiv regulierten Branchen wie der Finanz- und Energiewirtschaft.


Die DIHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2014 finden Sie hier zum Download.


DIHK, Berlin