05/06/2014

ifo Institut, München

Deutsche Exportchancen verbessern sich

Die Exportchancen für deutsche Unternehmen haben sich verbessert. Das ifo Exportklima stieg im April auf 0,32 Saldenpunkte, nach 0,19 Saldenpunkten im März. Das berichtete das ifo Institut am Mittwoch in München. Der Anstieg resultierte aus der Verbesserung des Unternehmens- und des Verbrauchervertrauens im Ausland. „Somit stehen die Anzeichen gut für einen moderaten Anstieg der deutschen Ausfuhr im zweiten Quartal“, sagt ifo Bereichsleiter Konjunktur Timo Wollmershäuser.


Hauptverantwortlich hierfür sind die positiveren Einschätzungen in den USA und in Großbritannien. Insbesondere die Unternehmenseinschätzungen konnten sich gegenüber dem Vormonat deutlich verbessern. Im Falle der USA resultierte diese Entwicklung aus dem Anstieg der Beschäftigung, in Großbritannien stiegen die Produktionserwartungen besonders stark. Die Exporteinschätzungen für Russland dagegen gehen seit Januar kontinuierlich leicht zurück.


Nach der deutlichen Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im vergangenen Monat stabilisierte sie sich im April auf dem Wert des Vormonats, weil der Euro-Dollar Wechselkurs so gut wie unverändert blieb.


Im verarbeitenden Gewerbe steigen die Exporterwartungen der Unternehmen seit Februar kontinuierlich und erzielten im April und Mai 12,7 und 14,7 Saldenpunkte. Die Auslandsbestellungen im Verarbeitenden Gewerbe (ohne sonstiger Fahrzeugbau) fielen im März zwar um 0,9 %, das gesamte erste Quartal liegt aber weiter um 0,6 % höher als das vierte Quartal 2013. Die reale Ausfuhr stieg im März nach neuesten Schätzungen gegenüber dem Vorjahr um 1,3 %.


ifo Institut, München