08.08.2014

Klöckner & Co. SE, Duisburg

Deutlicher Ergebnisanstieg im ersten Halbjahr 2014

Im ersten Halbjahr 2014 lag der Absatz trotz des Abbaus von niedrigmargigem Geschäft mit 3,4 Mio. t um 0,5% über dem Vorjahreswert. Der Umsatz sank aufgrund der Verschlechterung des USD/€-Wechselkurses und des niedrigeren Stahlpreisniveaus in Europa um 2,1% auf 3,3 Mrd. €. Im Zuge der Konzentration auf das höhermargige Geschäft konnte die Rohertragsmarge von 18,3% auf 19,3% gesteigert werden. Entsprechend stieg der Rohertrag trotz des Umsatzrückgangs um 3,1% auf 627 Mio. € (Vorjahr: 608 Mio. €). Das Ebitda wurde um 41% von 72 Mio. € auf 101 Mio. € verbessert. Wesentlicher Treiber der Ergebnissteigerung waren die Beiträge aus den Restrukturierungs- und Optimierungsprogrammen KCO 6.0 und KCO WIN von insgesamt 27 Mio. €. Das Ebit wurde von 19 Mio. € auf 56 Mio. € nahezu verdreifacht. Nach einem Verlust von 20 Mio. € im Vorjahreszeitraum wurde mit 13 Mio. € wieder ein positives Konzernergebnis erzielt. Entsprechend stieg das Ergebnis je Aktie von -0,19 € auf 0,13 €.


Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender der Klöckner&Co SE: „Nach der Rückkehr in die Gewinnzone im 1. Quartal haben wir den Aufwärtstrend – trotz des anhaltend schwierigen Umfelds in Europa – auch im 2. Quartal fortgesetzt. Der Ausbau unserer Aktivitäten in den USA und die sehr umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen zeigen damit zunehmend Wirkung.“


Im Segment Europa stieg der Absatz – begünstigt durch den milden Winter im ersten Quartal und die erstmalige Konsolidierung der Schweizer Akquisition Riedo im zweiten Quartal – um 3,9% gegenüber den ersten sechs Monaten 2013. Das Ebitda wurde, im Wesentlichen bedingt durch die vollständig umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen, um 39 % von 42 Mio. € auf 58 Mio. € gesteigert. Im Americas-Segment ging der Absatz im ersten Halbjahr aufgrund des langanhaltenden Winters in den USA, der Konsolidierung von Standorten und des Abbaus von niedrigmargigen Geschäften um 3,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Das Ebitda des Segments konnte durch operative Verbesserungen und die Konzentration auf höhermargige Geschäfte um 27 % von 41 Mio.€ auf 52 Mio. € verbessert werden.


Für Europa erwartet Klöckner&Co für das laufende Jahr, insbesondere getrieben durch Zuwächse beim Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automobilindustrie, einen Anstieg der Stahlnachfrage von 2 bis 3 %. In den USA sollte die Stahlnachfrage im Gesamtjahr wegen der weiterhin sehr robusten Automobilkonjunktur sowie durch den sich abzeichnenden Aufschwung des Wirtschaftsbaus im Gesamtjahr um 4 bis 5 % zulegen.


Für das laufende Geschäftsjahr wird auf dieser Basis insgesamt ein positives Konzernergebnis angestrebt, an dem die Aktionäre in Form einer Dividende beteiligt werden sollen.


Klöckner & Co. SE, Duisburg