02.12.2013

DFO Service GmbH, Neuss

Den Gesamtprozess kennen, Fehler vermeiden

Kostspielige Fehler bei einer Pulverbeschichtung treten meist an der Lackierkabine auf. „Schuld“ daran ist erfahrungsgemäß die unzureichende Kenntnis des Gesamtprozesses. Diesem Thema widmet sich der Praxislehrgang „Pulverlackiertechnik“, den die Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung e.V. (DFO) am 11. und 12. März 2014 in Erkrath veranstaltet. In einem theoretischen und praktischen Teil vermittelt die Schulung das erforderliche Know-how, um Beschichtungsfehler zu vermeiden und Prozesse zu optimieren.


Die Vielfalt der kreativen Möglichkeiten bei der Pulverbeschichtung ist in den letzten Jahren enorm gestiegen – und damit auch die Anforderungen an die Beschichtungsqualität. Sie macht eine optimale Verarbeitung der Pulverlacke und fehlerfreie Beschichtung unterschiedlichster Substrate erforderlich. Dies setzt jedoch umfassende Kenntnisse über den Gesamtprozess voraus. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass es gerade an der Pulverlackierkabine immer wieder zu Fehlern kommt, die meist hohe Folgekosten verursachen.


Theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen, um Pulverbeschichtungen prozesssicher und effizient durchzuführen, vermittelt der von der DFO veranstaltete Praxislehrgang „Pulverlackiertechnik“. Bei der zweitägigen Schulung, die am 11. und 12. März 2014 in Erkrath stattfindet, stehen unter anderem folgende Themen auf dem Programm: Zusammenhänge zwischen Hochspannung und Aufladung, Funktionsweise und Aufbau von Zerstäubern sowie Wartung von Zerstäubern und die Auswirkungen einer fehlenden Wartung auf das Lackierergebnis. Erklärt werden auch elektrostatische Grundbegriffe wie beispielsweise Umgriff, Kantenaufbau und Rücksprüheffekt. Lackierprobleme, die aufgrund der Kornverteilung (Feinkornkornanteil) beispielsweise zu einem fehlenden Schichtaufbau oder „Spuckern“ führen, werden ebenfalls thematisiert.


Ein weiterer Programmpunkt ist die richtige Bedienung und Steuerung von Automatikanlagen. Dabei geht es um die so genannte „Sinuskurven-Problematik“, Bahnüberlappung, Pistolenanordnung, den Ein- und Ausschaltzeitpunkt der Lackierpistole auf dem Hubgerät und Weiteres. Darüber hinaus beschäftigt sich die Schulung mit der Aushärtung von Pulverlacken unter verschiedenen Gesichtspunkten wie Ofenkurven oder der Aushärtung matter Pulver. Der Nutzen von Checklisten für sicherere Pulverbeschichtungsprozesse wird ebenfalls vorgestellt.


Der Praxislehrgang richtet sich an Pulverbeschichter ohne oder nur geringer Erfahrung im Bereich der Prozessoptimierung. Um ausreichend Zeit für praktische Versuche und das Sammeln von Praxiswissen zu haben, ist der theoretische Teil des Lehrgangs bewusst knapp gehalten. Dies trägt ebenso wie die auf maximal 15 Personen begrenzte Teilnehmerzahl dazu bei, umfangreiches Know-how zu vermitteln.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.dfo.info.

 


DFO Service GmbH, Neuss