29.08.2014

Siemens Metals Technologies, Linz

DeP-Konverter von Siemens geht bei Tangshan in Betrieb

Bei dem chinesischen Edelstahlproduzenten Tangshan Stainless Steel Co. Ltd., einer Tochterfirma der Tangshan Iron & Steel Group Co. Ltd., ist ein DeP-Konverter von Siemens in Betrieb gegangen. Der im Werk Tangshan installierte Konverter dient dazu, den Phosphorgehalt des Rohstahls zu reduzieren. Damit kann Tangshan qualitativ hochwertige Kohlenstoffstähle erzeugen, die in einem von Siemens neu errichteten Kaltwalzkomplex zu hochfesten Blechen für die Automobilindustrie weiter verarbeitet werden.


Tangshan Iron and Steel gehört zur Hebei Iron and Steel Group, mit einer Jahresproduktion von rd. 46 Mio. t (2013) der größte Stahlerzeuger Chinas. Bereits 2013 hatte Siemens von Tangshan Iron and Steel den Auftrag erhalten, ein komplettes Kaltwalzwerk für den Standort Tangshan, Provinz Hebei zu liefern. Das Werk ist für die jährliche Erzeugung von 1,6 Mio. t hochfesten Kaltbands ausgelegt. Da ein zu hoher Phosphorgehalt die Sprödigkeit des Stahls erhöht, muss dieser Gehalt bereits in der Flüssigphase deutlich reduziert werden.


Um dieses Ziel zu erreichen, hat Siemens einen bestehenden AOD-Konverter zum DeP-Konverter umgerüstet. Die Entphosphorisierung erfolgt darin über einen zweistufigen Prozess. Zunächst wird Sauerstoff eingeblasen, um den Phosphor zu oxidieren. In einem weiteren Schritt wird der oxidierte Phosphor an Kalk gebunden und in der Schlacke gesammelt. Sechs Bodenspüler unterstützen und beschleunigen die chemische Reaktion.


Der Konverter verfügt über ein Abstichgewicht von 110 t und kann auch zur Entkohlung eingesetzt werden. Siemens war für die Projektierung verantwortlich, lieferte die Prozessautomatisierung und übernahm die Überwachung von Montage und Inbetriebnahme. Darüber hinaus beriet Siemens das Betreiberpersonal im Umgang mit dem neuen Prozess.


Siemens Metals Technologies, Linz