19.05.2014

EWM AG, Mündersbach

Das WPQR-Paket von EWM hilft der WPK

Viele Inhaber von Schweißfachbetrieben sehen mit Vorbehalten oder gar Ablehnung dem 1. Juli 2014 entgegen, dem Tag, an dem der Betrieb nach DIN EN 1090 qualifiziert sein muss. Doch vielmehr ist die Umsetzung der DIN EN 1090 eine Chance für jeden Betrieb – für mehr Transparenz, für größere Effektivität, für höhere Qualität. Herzstück eines qualifizierten Betriebes ist die werkseigene Produktionskontrolle WPK. Sie bildet die gesamte Produktionskette ab – von der Beschaffung der Halbzeuge über die verschiedenen Fertigungsschritte bis hin zur Auslieferung an den Endkunden. Darunter fällt auch die Qualifizierung der Schweißprozesse. Diese kann entweder über die Standardschweißverfahren oder über die geprüften Schweißzusätze erfolgen. Einziges WPQR-Paket, das beide Ansätze verfolgt und deshalb universell und geräteunabhängig einsetzbar ist, ist laut Unternehmensangaben das WPQR-Paket von EWM.


Für die Zertifizierung ist die Qualifizierung der Schweißprozesse für jede einzelne Schweißnaht ab EXC 2 notwendig und erfordert eine qualifizierte Schweißanweisung. Aus der Schweißanweisung WPS (Welding Procedure Specification) gehen sämtliche Schweißparameter hervor. Hält sich der fachkundige Schweißer an die Angaben in der Schweißanweisung, dann erfüllt die Schweißnaht die gewünschten Anforderungen. WPQR-Pakete ersparen den Verantwortlichen der WPK hier eine Menge Arbeit. Normalerweise müsste jede einzelne Schweißnaht in zeit- und kostenaufwendigen Verfahrensprüfungen qualifiziert werden. Diesen Schritt haben die Schweißgerätehersteller für ihre Kunden bereits erledigt und bieten das Ergebnis als WPQR-Paket an. Die WPK kann auf die WPQR-Zertifikate und die vorbereiteten Schweißanweisungen der Gerätehersteller zurückgreifen und daraus ihre eigenen Schweißanweisungen für die Praxis erstellen.


In den meisten Fällen ist dieses Übertragen sehr einfach: Die von den Herstellern vorbereiteten Schweißanweisungen entsprechen den gängigen Schweißnähten. Diese Parameter überträgt der WPK-Verantwortliche in die eigenen Formblätter und die Anforderungen der DIN EN 1090 sind erfüllt. Sollte eine der benötigten Schweißanweisungen nicht als WPS zur Verfügung stehen, so kann die WPK sie auf Grundlage der WPQR-Zertifikate aus dem Paket zusätzlich anfertigen lassen.


Die Verfahrensprüfung erfolgt mit einem definierten Schweißgerät. Dieses ist ebenfalls als ein Parameter im WPQR-Zertifikat aufgeführt und damit Bestandteil der WPS. Die anhand eines WPQR-Zertifikats erstellten Schweißanweisungen setzen das gleiche Gerät im Betrieb voraus. Bei der Auswahl des WPQR-Paketes ist folglich der eigene Gerätepark im Auge zu behalten. Daneben gibt es die Variante der geprüften Schweißzusätze. Durch den Einsatz qualifizierter Schweißzusatzwerkstoffe entfällt die Vorschrift für das Schweißgerät. Die Kombination aus Gerätevorschriften und Schweißzusatzwerkstoffen bietet das WPQR-Paket der EWM AG. Damit kann die WPK aus nur einem EN 1090 WPQR-Paket für fast jede im Betrieb zu fertigende Schweißnaht eine WPS erstellen – auch unabhängig vom eingesetzten Schweißgerät.


EWM AG, Mündersbach