07.03.2014

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin

Dämmung von Industrieanlagen wird unterschätzt

Unternehmen achten zu wenig auf eine zeitgemäße und wirtschaftliche Isolierung ihrer wärmeführenden Anlagen, weil sie das damit verbundene Energieeinsparpotenzial unterschätzen. Das bestätigt eine Umfrage der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur (dena). Dabei verspricht die Dämmung energieintensiver Anlagen hohe Kosteneinsparungen bei geringem Investitionsbedarf. So können durch die Isolierung ungedämmter Bauteile und Rohrleitungen die Energieverluste im Durchschnitt um 23 % gesenkt werden.


Trotz dieser leicht erschließbaren Energieeffizienzpotenziale plant derzeit nur ein Viertel der Unternehmen konkrete Dämmmaßnahmen. Doch schon eine einzelne ungedämmte Armatur kann in etwa so viel Wärme verlieren, wie eine 20 m lange, gedämmte Rohrleitung desselben Querschnitts. In der Praxis sind Rohrleitungen regelmäßig mit einem Isoliermantel versehen, Bauteile wie Flansche, Armaturen und Ventile bleiben jedoch oft ausgespart. Unternehmen können hier durch eine gezielte Nachrüstung reagieren.


Um wirtschaftliche Energieeffizienzpotenziale zu erschließen, sollten sie eine systematische Analyse der betriebstechnischen Anlagen durchführen, um das Energieeinsparpotenzial durch Dämmmaßnahmen zu ermitteln und wirtschaftlich zu bewerten. Hierbei helfen kostenfreie Informationsangebote wie der interaktive "Quickcheck Rohrleitungsisolierung" auf www.industrie-energieeffizienz.de oder die Broschüre "Dämmung von Anlagen in Industrie und Gewerbe."


Weitere Informationsmaterialien und Praxishilfen stellen die Initiative EnergieEffizienz der dena und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) im Rahmen einer Projektpartnerschaft bereit. Gemeinsam unterstützen sie Industriebetriebe dabei, ihre Dämmpotenziale zu erschließen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Die Initiative EnergieEffizienz wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.


Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin