28.11.2014

Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin

Chance auf realistische Forderung verpasst

Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger kritisierte den Forderungsbeschluss des IG-Metall-Vorstands für die Tarifrunde 2015. "Leider hat die IG Metall die Chance verpasst, eine realistische Forderung aufzustellen". Dulger verwies auf die aktuellen Konjunkturprognosen: „Der Sachverständigenrat erwartet ein minimales Wachstum von nur einem Prozent und hat seine vorige Prognose damit fast halbiert. Das zeigt, wie dünn das Eis ist“. Bei der Altersteilzeit müsse eine faire Lösung gefunden werden, so Dulger weiter. "Es muss einen Unterschied machen, ob jemand nicht mehr kann oder ob er lediglich vorzeitig aussteigen will".


Zur Forderung nach einer Bildungsteilzeit erklärte Dulger: "Aus- und Weiterbildung sind längst selbstverständlicher Alltag in der M+E-Industrie, auch für An- und Ungelernte. Dafür geben wir Jahr für Jahr 8 Mrd. € aus". Persönliche Weiterbildung könne aber nicht auf Kosten der Betriebe und Belegschaften erfolgen, und betriebliche Weiterbildung müsse immer im Interesse von Beschäftigten und von Unternehmen sein. Es gehe in der Tarifrunde "um eine Lösung, die fair für alle sein muss – für die Beschäftigten, aber auch für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Schließlich kann jeder erwirtschaftete Euro nur einmal ausgegeben werden."


Weitere Informationen zur Tarifrunde 2015 finden Sie hier.


Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin