13.01.2014

ThyssenKrupp AG, Essen

CO2 aus Hüttengasen soll zu wertvollen Chemikalien werden

Die ThyssenKrupp AG initiiert gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft ein branchenübergreifendes Technologietransfer-Projekt, in dessen Mittelpunkt die Umwandlung von Prozessgasen aus der Stahlherstellung zu werthaltigen Chemikalien steht. Der Strom dafür soll aus erneuerbaren Quellen stammen. "Die Philosophie hinter dem Projekt ist die Umsetzung eines breit angelegten crossindustriellen Ansatzes. Eine solche systemübergreifende Lösung führt zu besseren Ergebnissen als die heute schon optimierten Branchenlösungen. Die Zusammenarbeit zwischen Stahl und chemischer Industrie soll eine wirtschaftliche stoffliche Verwertung, von bei der Stahlherstellung benötigtem Kohlenstoff, bis hin zu Düngemitteln oder Treibstoff ermöglichen. Das Projekt hat damit das Potenzial, den CO2-Ausstoß der Hütte auf nahezu Null zu reduzieren" erläutert Dr. Reinhold Achatz, Technologiechef der ThyssenKrupp AG.


Prof. Robert Schlögl, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim: "Unser Institut sieht seine Aufgabe darin, die grundlegenden chemischen Prozesse der Energieumwandlung zu erforschen, um somit zur Entwicklung neuer und leistungsfähiger Katalysatoren beizutragen." Den Beitrag des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik skizziert dessen Leiter Prof. Eckhard Weidner: "Wir werden die im Projekt erforschten Prozesse gezielt in die industrielle Anwendung überführen."


Planerische und wissenschaftliche Vorarbeiten für das Projekt haben die ThyssenKrupp AG mit ihren Konzernunternehmen ThyssenKrupp Steel Europe, Deutschlands größtem Stahlhersteller, und ThyssenKrupp Uhde, einem weltweit führendem Ingenieurunternehmen für Chemie-, Raffinerie- und andere Industrieanlagen, sowie mit dem Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim bereits in einem gemeinsamen Vorbereitungsprojekt geleistet.


Entsprechend groß ist das Interesse kooperationsbereiter Partner: Rund 40 Vertreter von Forschungsgesellschaften, Universitäten und Unternehmen versammelten sich im Dezember 2013 in Duisburg, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Zu dem Kreis gehören neben der Fraunhofer-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Duisburg-Essen und das in Duisburg ansässige Zentrum für BrennstoffzellenTechnik. Die ersten industriellen Partner sind neben ThyssenKrupp BASF, Bayer, RWE und Siemens. Die Gruppe ist offen für weitere Mitglieder.


ThyssenKrupp AG, Essen