28.10.2013

Transporter Industry International Sales GmbH & Co. KG, Pfedelbach

Boxco transportiert 880 t schweren Trennturm zum Hafen von Mumbai

Boxco Logistics hat die Messlatte erneut hochgelegt, indem das Unternehmen auf Scheuerle-Kamag-K25-Modulfahrzeugen den Roll-on-Roll-off-Transport des längsten Turms bewerkstelligte, der jemals durch den Hafen von Mumbai befördert wurde. Das Projekt nahm seinen Anfang in der Produktionsstätte des Schwerindustriebetriebs ISGEC in der Industriestadt Dahej im Bundesstaat Gujarat. Die Werkshallen lagen im Schatten eines 91 m langen, 880 t schweren Splitters, bestimmt für eine Raffinerie in Mexiko. Außer dem Splitter sollten auch noch ein 380 t schwerer wassergekühlter Gaswäscher und ein 250 t schwerer Demethanizer samt Zubehör transportiert werden.


Der Transport der Türme vom ISGEC-Standort zum Hafen von Adani erwies sich, angesichts der Abmessungen des Splitters von 91 m x 9,5 m x 9 m als Herausforderung. Baumaßnahmen wie Straßenverbreiterungen, das Entfernen von Hindernissen wie Fahrbahntrennungen und Laternenmasten wurden vor Transportbeginn durchgeführt. Mit den örtlichen Stromversorgern wurde die Abschaltung der Elektrizität geregelt. Schließlich wurde der Transport, in Abstimmung mit der Polizei vor Ort, mit einem Scheuerle-Kamag-K25-Modulfahrzeug durchgeführt. Der Transport aller drei Bauteile wurde innerhalb von vier Tagen abgeschlossen. Die Mauer am Eingang zum Hafen von Adani wurde eingerissen, um den Konvois die Zufahrt auf das Gelände zu ermöglichen. Auch der Transport im Hafen erwies sich als Herausforderung, da besonders für den 91 m langen Splitter die Durchgänge knapp bemessen waren.


Das Zeitfenster für den Abtransport der Ausrüstung von Dahej lag am kurz vor dem Beginn des Monsuns. Der Kranlastkahn "Triton Vision", geschleppt von der "MT Canara Progress" mit 30 t Pfahlzug, war für die Mammutaufgabe des Seetransports aus den unruhigen Gewässern der Narmadamündung im Golf von Khambhat zum Hafen von Mumbai ausersehen worden. Nach Ausarbeitung des erforderlichen Stauplans, Durchführung der Molearbeiten und Bau der Rampe legte der Lastkahn an der Mole von Dahej an. Gezogen wurde er wegen der Tiefgangsbeschränkungen im Narmadabecken von zwei kleineren Schleppschiffen. Die Last wurde verladen und wie zuvor berechnet für den Transport auf See gesichert. Nachdem der Lastkahn im Hafen von Mumbai angekommen und ausgerichtet war, wurde die Ladung plangemäß gelöscht. Wie schon in Dahej wurden wieder die Scheuerle-Kamag K25 SPE eingesetzt, um die Fracht im Hafen von Mumbai erfolgreich abzuladen. In der letzten Juniwoche legte die "MV Roll Dock Sea" in Mumbai an, um die Türme an Bord zu laden. Zwar konnten die zwei kleineren Türme mit dem Kranhaken des Schiffs gehoben werden, der 91 m lange Splitter war jedoch zu groß und zu schwer dazu. Die naheliegende Lösung bestand folglich darin, den Turm mit dem Scheuerle-Kamag K25 SPE aufzuladen.


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