13.01.2014

ifo Institut, München

Bestenfalls eine moderate Erholung in der Eurozone

Der Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts der Eurozone verlangsamte sich wie erwartet im dritten Quartal 2013 auf nur noch 0,1%, was vornehmlich auf eine geringere Expansion der Exporte zurückgeführt werden kann. Die realwirtschaftliche Aktivität dürfte sich im Prognosezeitraum aber wieder leicht beschleunigen (+0,2% im vierten Quartal 2013 bzw. im ersten Quartal 2014 sowie +0,3% im zweiten Quartal 2014) und dabei zunehmend Unterstützung durch die Binnennachfrage erhalten.


Die Erholung wird aber moderat ausfallen. Sowohl die fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen in vielen Mitgliedsländern als auch die anhaltende Unterbeschäftigung lasten weiterhin auf den real verfügbaren Einkommen und dem privaten Konsum. Die Gesamtinvestitionen dürften Hand in Hand mit der realwirtschaftlichen Erholung leicht zulegen, was voraussichtlich auch die Folge vermehrter Ersatzinvestitionen sein wird. Unter der Annahme, dass der Ölpreis im Prognosezeitraum um 110 USD pro Fass und der Wechselkurs um 1,36 USD je Euro schwanken werden, dürfte die Inflationsrate im Prognosezeitraum deutlich unter 2% bleiben (+0,9% im ersten sowie +1,1% im zweiten Quartal 2014). Die realwirtschaftliche Erholung dürfte robuster ausfallen sollten sich die privaten Bruttoinvestitionen dank verbesserter Kreditvergabebedingungen stärker erholen als erwartet. Die größten Abwärtsrisiken für die Prognose stellen sowohl die privaten Konsumausgaben, die aufgrund höherer Unterbeschäftigung schwächer expandieren könnten als unterstellt, als auch eine geringere Nachfrage aus den aufstrebenden Volkswirtschaften dar.


ifo Institut, München