03.12.2014

ots, Berlin

Automobilkonjunktur bleibt auch 2015 auf Wachstumskurs

Trotz der erheblichen Unsicherheiten und geopolitischen Konflikte in der Ukraine und Russland sowie im Nahen Osten kann die deutsche Automobilindustrie das Jahr 2014 voraussichtlich mit einem Plus von 2 % abschließen. Das gab VDA-Präsident Matthias Wissmann gestern auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt. Für das Wachstum verantwortlich seien die drei großen Regionen Westeuropa, USA und China, die die Rückgänge in anderen Märkten ausgleichen konnten. Auch das kommende Jahr stehe ganz im Zeichen des Wachstums, so Wissmann.


Wissmann: „Wir gehen davon aus, dass der Weltautomobilmarkt auch 2015 leicht wachsen wird, auf wahrscheinlich etwa 76 Mio. verkaufte Fahrzeuge. Wir hoffen, dass wir Deutschen mit unserer Industrie in Deutschland und weltweit produzierend davon rd. 15 Mio. Fahrzeuge herstellen können. Das heißt ein großer Teil des Weltmarktes kommt aus Deutschland oder aus unseren Produktionsstandorten überall in der Welt. Und deswegen sind wir für 2015 nicht euphorisch, aber doch optimistisch, weil vor allem der amerikanische und der asiatische Markt, namentlich China, anziehen werden.“


Die Marktzahlen alleine reichten aber nicht aus, um die Lage der Automobilindustrie zu bewerten, betonte Wissmann. Denn die Branche stehe vor enormen technologischen, wettbewerbs- und handelspolitischen Herausforderungen. Im aktuellen Fortschrittsbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) werde die Einführung einer Sonderabschreibung für Unternehmen befürwortet, die Elektroautos anschaffen. Wissmann begrüßte diesen Vorschlag ausdrücklich und er betonte, dass bei der Entwicklung von Elektroautos noch Raum nach oben ist.


„Wir sind inzwischen, nach Aussage aller Experten, mit der deutschen Automobilindustrie und ihren Modellen im Elektromarkt Leitanbieter geworden. Wir haben jetzt 17 Modelle der deutschen Automobilunternehmen im Markt, die gekauft werden können. Wir hatten einen Zuwachs der Verkäufe 2014 von 70 % in Deutschland. Aber klar, es sind bisher nur 24 000 Fahrzeuge und wir hoffen natürlich, dass 2015/2016 der Markt noch stärker anspringt.


Wir leben vom Export als großes Industrieland Deutschland und als Automobilindustrie. Und deshalb müssen wir alles daran setzen, dass der Protektionismus weltweit nicht zunimmt, sondern dass dem Freihandel eine Gasse gebaut wird gegenüber Amerika, gegenüber Asien, gegenüber allen Teilen der Welt.“


Für die deutsche Automobilindustrie ist 2014 ein erfolgreiches Jahr - Export, Produktion, Umsatz und Beschäftigung legen zu. Auch 2015 wächst der Pkw-Weltmarkt, nach heutigen Prognosen, erneut um 2 % auf 76,4 Mio. Einheiten.


ots, Berlin