21.11.2013

Stiftung Ruhr Museum, Essen

Ausstellung Kohle.Global Eine Reise in die Reviere der anderen wird verlängert

Angesichts der aktuellen Diskussion um die Entwicklung der Stromversorgung und der Nutzung der heimischen, vor allem fossilen Energieträger wird die Sonderausstellung des Ruhr Museums „Kohle.Global – Eine Reise in die Reviere der anderen“ bis zum 30. März 2014 verlängert. Ist Kohle der „Klimakiller Nr. 1“ oder das „Schwarze Gold“? Die Frage spiegelt sich nicht nur in der nationalen Diskussion um die heimische Stein- und Braunkohle wider. Ein weltweites Umdenken aufgrund der Verteuerung der Energie sowie des Klimawandels – dessen Folgen zuletzt auf den Philippinnen zu sehen waren – beginnt, obwohl global noch nie so viel Kohle abgebaut wurde wie heute.


Als erste Ausstellung weltweit betrachtet „Kohle.Global“ den Energierohstoff Kohle im Hinblick auf komplexe Zusammenhänge nicht nur regional, sondern international. Sie verknüpft die Geologie der Kohle mit sozialen, ökologischen und ökonomischen Fragen: Führt der Reichtum an der Ressource Kohle zu Wohlstand und Verbesserung der Lebensbedingungen in den neuen Kohleländern? Ist Kohle der Garant für bessere Infrastruktur, für Fortschritt und Arbeitsplätze? Was sind die Folgen für die Umwelt? Und verteilen die Staaten den Reichtum aus der Kohle sozial gerecht?


Die Ausstellung „Kohle.Global“ zeigt die Entstehung der Kohle vor Millionen von Jahren, die Kohlelagerstätten der Welt, den Weltmarkt Kohle, die gigantischen technischen Dimensionen der Kohleförderung und die Menschen, die diese fördern und schließlich deren Folgen für Mensch und Umwelt. Und sie wirft einen Blick auf die Zukunft der Kohle. Sie zeigt, dass weltweit die Kohleförderung noch nicht einmal ihren Höhepunkt erreicht hat. Sie veranschaulicht, dass Nordrhein-Westfalen mit seiner Braunkohle-Förderung weiterhin zu den größten Kohleproduzenten der Welt gehört und, dass die Steinkohle bei der Energieversorgung weiterhin eine bedeutende Rolle spielt, obwohl das Ruhrgebiet längst vom Kohleproduzenten zum -konsumenten für seine zahlreichen Kohlekraftwerke geworden ist.


Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.


Stiftung Ruhr Museum, Essen