07/02/2014

BMWi, Berlin

Auftragseingänge in der Industrie leicht rückläufig

Die Auftragseingänge in der Industrie sind im Dezember vorläufigen Angaben zufolge preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat leicht um 0,5 % zurückgegangen, nachdem sie sich im Monat zuvor aufwärts revidiert um 2,4 % erhöht hatten. Der Anteil der Großaufträge war für einen Dezember überdurchschnittlich. Während sich die Bestellungen aus dem Inland um 1,6 % abschwächten, nahm die Auslandsnachfrage um 0,4 % zu. Positive Impulse für die Bestelltätigkeit in der Industrie kamen im Dezember aus der Zunahme der Nachfrage nach Investitionsgütern (+1,0 %). Die Vorleistungsgüterproduzenten und die Hersteller von Konsumgütern verzeichneten dagegen Auftragsrückgänge um 2,2 % bzw. 2,0 %.


Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober nahm die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen um 1,1 % zu. Zuwächse verzeichneten dabei sowohl die Inlands- als auch die Auslandsbestellungen (+0,8 % bzw. +1,3 %). Das größte Auftragsplus in der Industrie konnten die Hersteller von Investitionsgütern verbuchen (+1,5 %). Die Auftragseingänge der Vorleistungs- und Konsumgüterproduzenten erhöhten sich jeweils um 0,6 %. Im Jahresschlussquartal 2013 insgesamt verzeichnete die Industrie ein Auftragsplus gegenüber dem Vorquartal um 1,2 %.


Im Vergleich zum Vorjahr haben die Auftragseingänge in der Industrie im November/Dezember arbeitstäglich bereinigt um 6,6 % zugenommen. Die Inlandsbestellungen lagen dabei um 3,7 %, die Auslandsbestellungen um 8,7 % über ihrem Vorjahresstand.


Die im Trend zunehmende Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen setzt sich trotz des leichten Rückgangs im Dezember fort. Dabei kommen die deutlichsten Impulse für die Bestelltätigkeit derzeit aus dem Ausland und hier maßgeblich von Seiten der stark anziehenden Nachfrage nach Investitionsgütern. Besonders erfreulich ist, dass die kräftig steigenden Auftragseingänge aus dem Eurogebiet eine weiter fortschreitende Erholung signalisieren.


BMWi, Berlin