06.06.2014

Arbeitgeberverband Stahl e.V., IG Metall NRW, Düsseldorf

Arbeitgeber machen kein Angebot

Am Mittwoch dieser Woche fand in Wuppertal die erste Verhandlung der diesjährigen Tarifrunde für die ca. 75 000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen statt. Die IG Metall forderte eine Entgelterhöhung um 5 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten, die Eindämmung der Zunahme von Werkverträgen und das Setzen neuer Standards für Fairness, die Fortführung des Tarifvertrags zur Altersteilzeit mit Anpassung an die neue Gesetzeslage (Rente mit 63) sowie die Fortführung des Tarifvertrags zur Beschäftigungssicherung. Die zweite Verhandlung findet am 12. Juni statt.


Dipl.-Kfm. Helmut F. Koch, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, erklärte dazu: „Beide Tarifvertragsparteien sehen die Stahlindustrie aktuell in schwierigem Umfeld. Seit geraumer Zeit befindet sich die Stahlkonjunktur in einer fortdauernden Seitwärtsbewegung. Die Ertragslage der meisten unserer Mitgliedsunternehmen ist vollkommen unzureichend. In Anbetracht dieser Ausgangslage ist das Forderungspaket der IG Metall sehr umfangreich und ambitioniert. Es wird deshalb äußerst schwierig werden, ein für beide Seiten tragfähiges Verhandlungsergebnis zu finden.“


IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Knut Giesler sagte: "Mit unserer Forderung nach 5 % mehr Geld tragen wir der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Stahlindustrie und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Rechnung." Auf die Frage, ob er mit einer kurzen oder langen Tarifrunde rechne, antwortete Giesler: "Wir stehen nicht unter Zeitdruck." Der Hintergrund: Aus den Abnehmerbranchen Automobil-, Maschinenbau- und Bauindustrie ist nach Einschätzung der IG Metall mit einem deutlichen Nachfrageschub für die kommenden Monate und das Jahr 2015 zu erwarten.


Arbeitgeberverband Stahl e.V., IG Metall NRW, Düsseldorf