01.07.2014

Arbeitgeberverband Stahl e.V., IG Metall, Düsseldorf

Arbeitgeber legen noch immer kein Angebot vor

Gestern fand in Düsseldorf die 3. Verhandlung der diesjährigen Tarifrunde für die ca. 75 000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen statt. Die Themenkomplexe Altersteilzeit und Werkverträge bildeten erneut die Diskussionsschwerpunkte. Die Arbeitgeber lehnten die Forderung zur Altersteilzeit mit der Begründung ab, dass Altersteilzeitbeschäftigte, die infolge der gesetzlichen Neuregelung Anspruch auf eine ungeminderte Altersrente haben, keine Abfindung für den Ausgleich von Rentenabschlägen benötigen. Eine tarifliche Reglementierung von Werkverträgen wurde unter Hinweis darauf verweigert, dass die Entscheidungshoheit über den Abschluss von Werkverträgen bei den Unternehmen bleiben müsse.


Helmut F. Koch, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, erklärte dazu: „Die Unterbreitung eines Angebots über die Erhöhung der Entgelte war nicht möglich, weil zuvor Klarheit bezüglich der übrigen Forderungen und deren Tragweite geschaffen werden muss.“


Die IG Metall hat die Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die IG Metall fordert 5 % mehr Einkommen, die Verlängerung der Tarifverträge zu Altersteilzeit und der unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten sowie faire Werkverträge.


Die 4. Verhandlungsrunde wurde für den 7. Juli 2014 verabredet.


Arbeitgeberverband Stahl e.V., IG Metall, Düsseldorf