06/10/2014

Wirtschaftsvereinigung Stahl, Düsseldorf

Appell europäischer Vorstandsvorsitzender zur künftigen Klimapolitik 2030

Die Staats- und Regierungschefs werden sich im Europäischen Rat am 23. und 24. Oktober in Brüssel mit den Grundsätzen der künftigen europäischen Energie- und Klimapolitik befassen. Aus diesem Anlass wird heute in großen europäischen Zeitungen ein offener Brief von 60 Vorstandsvorsitzenden der europäischen Stahlindustrie veröffentlicht. Die Unternehmenslenker appellieren darin an die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten und die europäischen Institutionen, dass zumindest die CO2-effizientesten Unternehmen in Europa durch die europäische Klimapolitik keine Wettbewerbsnachteile gegenüber ihren globalen Konkurrenten auferlegt bekommen dürfen. „Dieser Brief ist ein starkes Signal“, kommentiert Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. „Die Ausgestaltung der Klimapolitik über 2020 hinaus ist für die Zukunft unserer Branche von fundamentaler Bedeutung“.


In den kommenden Jahren und Jahrzehnten ist im Emissionsrechtehandel eine sich kontinuierlich fortsetzende Abschmelzung der Zuteilung vorgesehen. „Da die Spielräume der Stahlindustrie zu CO2-Minderungen aus technischen Gründen gering sind, wird dies auf Dauer zu untragbaren Kosten für den Kauf von Zertifikaten führen – zulasten von Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Arbeitsplätzen“, so der Verbandspräsident. Er fordert: „Das System des Emissionsrechtehandels muss für die Zeit nach 2020 so reformiert werden, dass die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Grundstoffindustrien wie Stahl erhalten bleiben kann und zugleich wirksame Anreize für Klimaschutz gesetzt werden“.


Wirtschaftsvereinigung Stahl, Düsseldorf