04.02.2014

Ucimu-Sistemi Per Produrre, Cinisello Balsamo

Anstieg der Werkzeugmaschinenbestellungen im vierten Quartal 2013

"Der Mangel an Liquidität bei den italienischen Unternehmen und das gleichzeitige Warten auf das Inkrafttreten der neuen Lex Sabatini belasten nach wie vor die Entscheidungen der Anwender, die sich vor Investitionen in neue Produktionsanlagen scheuen”, sagte Luigi Galdabini, Ucimu-Präsident. Im vierten Quartal 2013 verzeichnet der vom Zentrum für Studien & Unternehmenskultur von Ucimu-Sistemi Per Produrre ermittelte Index der Werkzeugmaschinen-Bestellaufträge einen Anstieg um 4,1 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf einen absoluten Wert von 100,6.

 


Insbesondere stieg der Index der Bestellaufträge aus dem Ausland  um 6 % gegenüber dem Zeitraum September bis Dezember 2012. Der absolute Index liegt mit 108,7 über dem Mittelwert, aber das genügt nicht, um die italienischen Maschinenbauer zu beruhigen, die 2013 ein Auf und Ab der Auftragseingänge beobachten – mit einem negativen ersten und dritten und einem positiven zweiten und vierten Quartal.


Aufs Inland bezogen, erweist sich der Index als im Wesentlichen stabil (+0,2 %) gegenüber dem vierten Quartal 2012, und zwar mit einem absoluten Wert von 86,1, jedoch immer noch schwach gegenüber dem Basisjahr, was die anhaltende Schwäche des Binnenmarkts bestätigt.


Auf Jahresbasis zeigt der Index einen Rückgang um 3,2 % gegenüber dem Jahresmittel 2012. Dies ist hauptsächlich auf die negative Entwicklung der Inlandsnachfrage zurückzuführen, die um 15,8 % sank. Auf der anderen Seite war auch die Performance im Ausland nicht eben glanzvoll (-0,7 %): sie blieb gerade noch annähernd auf Vorjahresniveau.


Galdabini, Präsident von Ucimu-Sistemi Per Produrre, äußert sich sehr besorgt, denn – so erklärt er – „neben dem Anstieg zeigen die letzten Quartalszahlen ein weiteres Mal die äußerst matte Investitionsneigung des italienischen Marktes. Und außerdem“, so Galdabini weiter, „haben das Liquiditätsproblem und das Warten auf das Inkrafttreten der neuen Lex Sabatini zu einer weiteren Verschärfung der Rahmenbedingungen geführt.”


„Die letzte Woche präsentierten CRIF-Daten [CRIF = Centrale Rischi Finanziari (Zentralstelle für Finanzrisiken)] bilden eine Lage ab, die etwas Paradoxes an sich hat: Im zweiten Quartal 2013 war die Anzahl der den Banken vorgelegten Finanzierungsanträge die größte seit 2009, dem schwarzen Krisenjahr; die laut der letzten (den November betreffenden) Erhebung bewilligten Finanzierungen brachen hingegen um 6 % gegenüber dem Vorjahr ein.”


„Wir verstehen zwar, dass sich die Kreditinstitute gegen mögliche Insolvenzen absichern müssen, klar ist aber auch, dass die Kreditklemme den jetzt schon nicht gerade blühenden Inlandsmarkt abzuwürgen droht. Beim Tag der Werkzeugmaschine, der Ende 2013 stattfand, trat zutage, wie sehr die Unternehmer des Sektors auf politische Stabilität dringen, die für eine geeignete und weitblickende Industriepolitik unentbehrlich ist, die sich mittel- bis langfristig weiterentwickeln kann und sich auf die Maßnahmen konzentriert, die den Wiederaufschwung der Herstellerindustrie des Landes ermöglichen. Denn seit Juni des vergangenen Jahres“, so Galdabini, „haben die Hersteller ein gewissen Wiedererwachen des Interesses seitens der italienischen Kunden wahrgenommen, ein Interesse, dem derzeit, wie es die vom UCIMU-Studienzentrum ausgewerteten Daten besagen, noch keine konkreten Handlungen folgen – das heißt also so viel wie: Der Wille ist da, doch es fehlen die Mittel.”


Ucimu-Sistemi Per Produrre, Cinisello Balsamo