07.11.2014

Stiftung Ruhr Museum, Essen

Abschlag am Halbachhammer am Sonntag

Am Sonntag, dem 9. November 2014, wird die diesjährige Schmiedesaison des Ruhr Museums mit dem „Abschlag am Halbachhammer“ beendet. Ein letztes Mal wird das Feuer im Frischeherd und in der Esse lodern und der schwere Aufwerfhammer der Schmiedehütte in Aktion zu sehen sein. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Margarethe Krupp-Stiftung und IDEE – Initiative Denkmäler Essens erhalten – e. V. statt. Zum diesjährigen Abschlag wird das Schmiedeteam des Ruhr Museums ein seit etwa 160 Jahren nahezu in Vergessenheit geratenes Verfahren der „Frischfeuerarbeit“ unter Einsatz der historischen Anlage vorführen. Es besteht dabei die Möglichkeit, sich in Gesprächen mit Mitarbeitern des Ruhr Museums über die handwerklichen und technischen Details dieser Arbeiten zu informieren. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. 


Der im Tal der Kreuzenbecke in Sichtweite zur Gartenstadt Margarethenhöhe gelegene Halbachhammer ist eine Schenkung von Gustav Krupp von Bohlen und Halbach an die Stadt Essen. Der Halbachhammer repräsentiert als Technikdenkmal ein „vorindustrielles Stahlwerk“, das über 500 Jahre lang mit Hilfe von Wasserkraft und Holzkohle in einem aufeinander bezogenen Hütten- und Schmiedeprozess Stahl bzw. Schmiedeeisen produzierte. Der ursprünglich im Siegerland beheimatete Halbachhammer ist europaweit eines der ersten Objekte, die ortsversetzt als „Technisches Kulturdenkmal“ funktionsfähig wiederaufgebaut wurden. Er erinnert auch an die Anfänge der Kruppschen Gussstahlfabrik.


Die den „Abschlag“ traditionell begleitenden und auch bereits angekündigten historischen Straßenbahnfahrten auf der Linie U17 vom Berliner Platz zur Margarethenhöhe finden statt. Fahrplan ist angehängt. Adresse: Kulturdenkmal Halbachhammer, Altenau 12, 45149 Essen.


Stiftung Ruhr Museum, Essen