04.12.2013

Roland Berger Strategy Consultants, München

3-D-Druck für metallische Strukturen bietet großes Potenzial

Die Herstellung von dreidimensionalen Objekten mithilfe von 3-D-Druckern für metallische Strukturen ("Additive Manufacturing") könnte schon bald in der Serienproduktion eingesetzt werden. Bereits in den 1980er-Jahren erkannten Unternehmen die Kosten-, Zeit- und Gestaltungsvorteile dieser Technologie bei der Fertigung von Prototypen und Kleinserien. 2012 betrug das weltweite Marktvolumen von "Additive Manufacturing" 1,7 Mrd. €. Auf die Herstellung von metallenen Strukturen entfallen davon heute ca. 10 %.


Die Roland-Berger-Experten gehen davon aus, dass sich der Umsatz dieser Technologie im nächsten Jahrzehnt sogar mehr als vervierfachen wird. Denn die Kosten, die mit dieser Technologie verbunden sind, werden in Zukunft deutlich sinken. Dadurch wird "Additive Manufacturing" für viele Anwendungsbereiche wesentlich interessanter. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie "Additive Manufacturing - A Game Changer for the Manufacturing Industry?" von Roland Berger Strategy Consultants.


"Der Einsatz der 3-D-Drucker, um Metallprodukte herzustellen, bietet bereits heute ein großes Potenzial für spezielle Komponenten wie etwa Einspritzdüsen, Prothesen oder Werkzeugeinsätze", meint Martin Eisenhut, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. "Entwickler und Hersteller, die diesen Markt zeitig für sich entdecken und entsprechende Lösungen anbieten, können in den kommenden Jahren stark von der wachsenden Nachfrage profitieren", prognostiziert Eisenhut.


Der Markt für 3-D-Printing für metallische Strukturen befindet sich noch in seinen Anfängen: Der weltweite Gesamtumsatz von "Additive Manufacturing" macht gerade mal ein Prozent Umsatzanteil in der Werkzeugmaschinenindustrie aus. Der Markt für "Additive Manufacturing" wird allerdings in den kommenden Jahren wesentlich stärker zulegen. "In den letzten zehn Jahren ist die Nachfrage für diese Technologie nur langsam gewachsen, doch das wird sich bald ändern", erklärt Roland-Berger-Experte Bernhard Langefeld. "Bis 2015 wird sich der Umsatz von "Additive Manufacturing" voraussichtlich vervierfachen - zugunsten deutscher Maschinenbauer. Denn sie machen schon heute knapp 70 % des weltweiten Markts aus."


Außerdem hat sich inzwischen auch ein Markt für "Additive Manufacturing"-Dienstleistungen entwickelt, der die Herstellung, Prozessentwicklung und Designoptimierung abdeckt. Diese Dienstleister suchen häufig die Nähe zu den High-Tech-Herstellern in der Luftfahrtindustrie oder Formel 1.


Die Studie können Sie hier herunterladen.


Roland Berger Strategy Consultants, München