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Salzgitter Flachstahl erteilt Endabnahme für neuen glockenlosen Gichtverschluss am Hochofen B

Salzgitter Flachstahl erteilt Endabnahme für neuen glockenlosen Gichtverschluss am Hochofen B

10.02.2016
Paul Wurth S.A., Luxemburg

Im Rahmen einer Neuzustellung des Hochofens B der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) hat Paul Wurth den glockenlosen Gichtverschluss grundlegend modernisiert und in Betrieb genommen. Die Neuzustellung des Hochofens B in Salzgitter wurde in nur 80 der geplanten 85 Tage abgeschlossen. Das erste Roheisen wurde am Samstag, dem 14. November abgestochen. Paul Wurth war von SZFG im August 2014 mit einer komplexen Modernisierung des bestehenden glockenlosen Gichtverschlusses beauftragt worden. Das Chargiersystem war zur Erstinbetriebnahme des Ofens im Jahre 1993 installiert worden und seitdem praktisch ununterbrochen in Betrieb.


Eine der technischen Verbesserungen ist Paul Wurths sphärischer Wartungsschieber, der den traditionellen Brillenschieber über dem Schurrenantriebsgetriebe ersetzt. Die neue Technik führt zu einer deutlichen Erleichterung und Beschleunigung der Wartungsarbeiten sowohl bei planmäßigen als auch ungeplanten Ofenstopps.


Weitere neu installierte Komponenten sind der Klappenantriebsblock mit den unteren Material- und Dichtklappen, die Druckausgleichs- und Entlastungsventile und zwei komplett neue Materialbunker. Letztere verfügen über eine vulkanisierte Gummiauskleidung mit zusätzlichen Guss-Schleißplatten im unteren konischen Teil.


In Vorbereitung des Wechsels der Baugruppen wurden der Begichtungsbandkopf und einige Wartungsbühnen zeitweilig komplett entfernt, um eine einfachere und vor allem schnellere Montage des Klappenantriebsblocks und der Materialbunker zu ermöglichen.


Zusätzlich zur Ertüchtigung des Schurrenantriebsgetriebes sowie der Konstruktion und Lieferung der neuen Ausrüstungsteile hat Paul Wurth die Erstellung einer detaillierten Arbeitsanleitung für Demontage und Montage am Oberofen rund um den Gichtverschluss erstellt, die dementsprechenden Arbeiten koordiniert und überwacht sowie den Gichtverschluss in Betrieb genommen. Ein dementsprechendes Zeitgerüst unterlag der vertraglichen Erfüllung.


Unmittelbar nach Wiederinbetriebnahme des Hochofens wurde das neue System erfolgreich einem vierwöchigen Leistungstest bei 100%iger Verfügbarkeit unterzogen. Mit Hinblick auf die Erfüllung dieser und aller anderen Verpflichtungen konnte der Kunde Paul Wurth die Endabnahme unmittelbar nach Abschluss des Projekts erteilen.


Der Hochofen B der SZFG erzeugt rd. 6 000 t Roheisen pro Tag.


Paul Wurth S.A., Luxemburg