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Chemcoater bei ThyssenKrupp Steel Europe in Betrieb

01.03.2012

Der Chemcoater ist ein Anlagenteil, der in der Stahlindustrie zum Auftragen von chemischen Substanzen auf verzinktem Qualitätsflachstahl verwendet wird. Diese Substanzen sind wasserlösliche Medien mit Zusatzstoffen, die eine Vorbehandlung und Erhöhung des Korrosionsschutzes der nachfolgenden Lack- und Folienbeschichtungen bewirken. Der Produktionsprozess funktioniert wie folgt: Im Chemcoater werden für die anschließende Lackierung erforderliche chemische Vorbehandlungsverfahren durchgeführt. Insgesamt drei verschiedene Behandlungschemikalien können über Walzen auf das Feinblech aufgetragen werden. Der Anlagenteil wird im so genannten Reuse-Verfahren betrieben, das heißt, es entsteht kein Abwasser außer beim abschließenden Spülvorgang.

"Durch diese Investition in Höhe von rd. 6 Mio. können wir heute weitestgehend auf eine chromhaltige Vorbehandlung zum Korrosionsschutz bei organisch beschichteten Teilen verzichten", erläutert Teamkoordinator Ralf Wittkowski. "Durch den Einsatz von Zink-Magnesium-feuerveredeltem Vormaterial setzen wir deutlich geringere Zinkauflagen bei besserem Ergebnis beim Korrosionsschutz ein. Schließlich wird auch der Wasserverbrauch verringert: Der Einsatz von zwei Kaskadenspülen mit fünf Kreisläufen bewirkt, dass wir 8 000 l wenigerBetriebswasser pro Stunde benötigen als zuvor."


Die Planungsphase für den umfangreichen Umbau der BBA 3 begann vor drei Jahren, im vergangenen Geschäftsjahr 2010/2011 wurde die Maßnahme dann endgültig umgesetzt. Während des dreiwöchigen Stillstands, in dem der Einbau des Chemcoaters erfolgte, wurden auch verschiedene Wartungs- und Reinigungsarbeiten, die für den fehlerfreien Betrieb der Anlage erforderlich sind, durchgeführt. Das in der Bandbeschichtungsanlage 3 hergestellte lack- und folienbeschichtete Feinblech wird als Coil, Spaltband und Tafeln für die Bau-, Hausgeräte-, Garagentor- und Automobilindustrie eingesetzt.

ThyssenKrupp Steel Europe, Duisburg

 
 

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