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Chemcoater bei ThyssenKrupp Steel Europe in Betrieb
01.03.2012
Der Chemcoater ist ein Anlagenteil, der in der Stahlindustrie zum Auftragen von chemischen Substanzen auf verzinktem Qualitätsflachstahl verwendet wird. Diese Substanzen sind wasserlösliche Medien mit Zusatzstoffen, die eine Vorbehandlung und Erhöhung des Korrosionsschutzes der nachfolgenden Lack- und Folienbeschichtungen bewirken. Der Produktionsprozess funktioniert wie folgt: Im Chemcoater werden für die anschließende Lackierung erforderliche chemische Vorbehandlungsverfahren durchgeführt. Insgesamt drei verschiedene Behandlungschemikalien können über Walzen auf das Feinblech aufgetragen werden. Der Anlagenteil wird im so genannten Reuse-Verfahren betrieben, das heißt, es entsteht kein Abwasser außer beim abschließenden Spülvorgang.
"Durch diese Investition in Höhe von rd. 6 Mio. können wir heute weitestgehend auf eine chromhaltige Vorbehandlung zum Korrosionsschutz bei organisch beschichteten Teilen verzichten", erläutert Teamkoordinator Ralf Wittkowski. "Durch den Einsatz von Zink-Magnesium-feuerveredeltem Vormaterial setzen wir deutlich geringere Zinkauflagen bei besserem Ergebnis beim Korrosionsschutz ein. Schließlich wird auch der Wasserverbrauch verringert: Der Einsatz von zwei Kaskadenspülen mit fünf Kreisläufen bewirkt, dass wir 8 000 l wenigerBetriebswasser pro Stunde benötigen als zuvor."
ThyssenKrupp Steel Europe, Duisburg









